Überschwemmungen können durch Flüsse, Sturzfluten oder in Städten auftreten. Dürren treffen besonders den Süden und Osten Angolas, darunter Cunene, Huíla und Namibe; dort unterstützen agroklimatische Überwachung und Bodenfeuchtemessungen die Planung. Risiken unterscheiden sich stark nach Provinz, Flusslage, Stadt, Küste und Infrastruktur. Projektionen von INAMET und FRESAN gehen von steigenden Temperaturen, regional veränderten oder geringeren Niederschlägen und häufigeren, intensiveren Dürren aus. Starkregen, Überschwemmungen und Waldbrände bleiben Ereignisrisiken und sind keine sicheren Vorhersagen für jeden Ort. Die offizielle Regenzeit 2026/2027 dauert vom 15. August 2026 bis zum 15. Mai 2027. INAMET erwartet landesweit instabile Wetterlagen von September bis November und unregelmäßige Niederschläge im Süden, besonders zwischen Dezember und Februar. Das Instituto Nacional de Meteorologia e Geofísica (INAMET) erstellt meteorologische und geophysikalische Informationen, Prognosen und Warnungen. Der Serviço de Protecção Civil e Bombeiros (SPCB) unter dem Ministério do Interior ist unter anderem für Rettung, Wiederherstellung, Brand- und Hochwassereinsätze, Wasserrettung, den Transport Verletzter, präklinische Versorgung und technische Sicherheitsprüfungen zuständig. Die Comissão Nacional de Protecção Civil (CNPC) koordiniert ressortübergreifend Bereiche wie Verteidigung, Inneres, Verkehr, Wasser, Landwirtschaft, Umwelt und soziale Maßnahmen; Provinz- und Kommunalkommissionen setzen Maßnahmen vor Ort um. Das Centro Integrado de Segurança Pública (CISP) nimmt zentrale Notrufe entgegen und leitet sie weiter. Veröffentlichte Nummern sind 115 für SPCB, 111 und 112 für CISP sowie 116 für den medizinischen Notdienst. Eine Gebührenbefreiung ist in den verfügbaren Kernquellen nicht dokumentiert. Ein landesweit einheitliches Sirenen- oder SMS-Warnsystem mit festgelegten Stufen ist nicht dokumentiert. Ebenso gibt es keine landesweit veröffentlichte Liste von Evakuierungswegen oder Notunterkünften. Bei akuter Gefahr befolgen Sie Anweisungen der örtlichen Behörden und lokale Notfall- oder Einsatzpläne. Für Cabinda ist beispielsweise eine Umsiedlung aus gefährdeten Gebieten dokumentiert. Das Katastrophenschutzgesetz, Lei de Protecção Civil (Lei 28/03), in der Fassung von Lei 14/20, bildet die Rechtsgrundlage. Der Titular do Poder Executivo kann eine Catástrofe oder Calamidade Pública ausrufen, Maßnahmen und deren räumlichen Geltungsbereich festlegen und Einsätze leiten. Nationale Pläne werden nach Stellungnahme der CNPC erstellt; Provinz- und Kommunalpläne folgen den jeweils vorgesehenen lokalen Stellungnahmen. Bürger tragen aktiv zum Katastrophenschutz bei und sollen Präventionsvorgaben und angemessene Selbstschutzmaßnahmen beachten. Die Missachtung rechtmäßiger Anordnungen während einer Katastrophe kann als crime de desobediência strafrechtlich verfolgt werden. Eine rechtmäßige vorübergehende Nutzung oder Beschlagnahme beweglicher oder unbeweglicher Sachen kann einen gesetzlichen Entschädigungsanspruch auslösen; rechtswidrige Schäden durch Maßnahmen begründen einen Entschädigungsanspruch. Hilfe für betroffene Familien (famílias sinistradas) wird je nach Ereignis und Bedarf nach Registrierung sowie Schadens- und Bedarfsermittlung organisiert. Provinz- und Kommunalbehörden, SPCB und lokale Verwaltungen können vorübergehende Unterkünfte oder Zelte, Latrinen, Lebensmittel, Grundbedarf, Gesundheitsversorgung, Wiedereingliederungspakete, Ersatzdokumente und soziale Unterstützung organisieren. Teilweise werden auch Baugrundstücke oder Häuser bereitgestellt. Ein einheitlicher landesweiter Anspruch, Antrag, Zahlbetrag oder Bearbeitungszeitraum ist nicht dokumentiert. Je nach Schaden konzentriert sich der Wiederaufbau auf Entwässerungsgräben, Ausbaggerung von Flussbetten, Dämme, Brücken, Straßen, Eisenbahnen, Wohnraum sowie Wasser- und Energieversorgung. Überschwemmungen an Cavaco, Catumbela und Coporolo in Benguela führten im April 2026 zu Isolation und Verkehrsbehinderungen. Präsidialerlass 185/26 (Despacho Presidencial 185/26) sieht mehr als 356 Milliarden Kz für Risikominderung, Wiederherstellung, Infrastruktur und Umsiedlung vor; dokumentierte Programme umfassen auch Umsiedlung und Wiedereingliederung. Ein landesweit einheitlicher Wiederaufbauzeitplan besteht nicht.
Katastrophenrisiken in Angola
Angola ist vor allem Überschwemmungen, Dürren, Starkregen, Gewittern sowie örtlichen Schäden an Infrastruktur und Wohnraum ausgesetzt. Je nach Provinz kommen Wald- und Stadtbrände, Erdrutsche, starke Brandung, Küstenerosion, Explosionen und schwere Unfälle hinzu. Warnungen, Rettung und Hilfe werden hauptsächlich von Zivil- und Katastrophenschutz, Notfalldiensten, Wetterdiensten und lokalen Behörden koordiniert.
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