Das öffentliche Gesundheitswesen wird vom Ministry of Health & Wellness (MOHW), dem Department of Public Health (DPH), der Public Hospitals Authority (PHA), Grand Bahama Health Services (GBHS), NEMS und der Bahamas National Drug Agency (BNDA) getragen. Daneben sind zugelassene private Allgemeinmediziner, Kliniken, Labore und Krankenhäuser tätig. Eine Bestandsaufnahme von 2024 führte neun DPH-Kliniken auf New Providence, rund 88 Kliniken auf den Family Islands und zehn GBHS-Kliniken auf. Die genaue Zahl und Art der Angebote hängt vom Erhebungszeitpunkt und der Quelle ab. Das DPH bietet örtliche Grundversorgung über Community Health Clinics, Health Centres, Polyclinics sowie Main und Satellite Clinics. Die drei öffentlichen Krankenhäuser sind das Princess Margaret Hospital (PMH) in Nassau, das Sandilands Rehabilitation Centre (SRC) auf New Providence und das Rand Memorial Hospital (RMH) in Freeport. Das PMH verfügt über 405 Betten und mehr als 31 Fach- und Subspezialgebiete. Das RMH verfügt über 85 Betten. Das SRC ist landesweit für psychische Erkrankungen, Suchtbehandlung und Altersmedizin zuständig. Dazu gehören ein Geriatrisches Krankenhaus mit 128 Betten, ein Psychiatrisches Krankenhaus mit 367 Betten und das ambulante Community Counselling & Assessment Centre (CCAC). Bei einem akuten Notfall führt der Weg über 911 oder 919, NEMS und die nächstgelegene Notaufnahme (Accident and Emergency). Bei geplanten oder vorbeugenden Anliegen beginnt die Versorgung üblicherweise in einer örtlichen Klinik, bei einem privaten Allgemeinmediziner oder in einem Health Centre. Die Grundversorgung kann Labor- und Diagnostiktermine sowie Überweisungen an Fachärzte oder Krankenhäuser koordinieren. Nach der Entlassung kann die Nachsorge je nach Bedarf in der Grundversorgung, Rehabilitation, im SRC oder im CCAC stattfinden. Sind die Angebote auf einer Insel begrenzt, kann eine Überweisung auf eine andere Insel oder ein medizinischer Lufttransport nötig sein. Die National Health Insurance Authority (NHIA) verwaltet die NHI. Ihr derzeitiger Leistungsumfang konzentriert sich auf ambulante Grundversorgung. Bahamaerinnen und Bahamaer sowie Menschen, die sich rechtmäßig auf den Bahamas aufhalten, können mit einer Identifikationskarte des NIB (NIB Smart Card) und sechs Monaten gewöhnlichem Aufenthalt nach dem National Health Insurance Act 2025 grundsätzlich teilnehmen. Die Anmeldung ist online, persönlich, per E-Mail oder über WhatsApp möglich. Nach Auswahl eines registrierten öffentlichen oder privaten Allgemeinmediziners oder Labors sollte die Bestätigung oder Zugangsmitteilung höchstens zehn Arbeitstage dauern. Für abgedeckte Leistungen gibt es am Behandlungsort weder Zuzahlung noch Selbstbehalt. Das aktuelle NHI-Angebot umfasst allgemeine und jährliche Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, Schwangerschaftsvorsorge, Untersuchungen von Säuglingen und Kindern, Wachstums-, Hör-, Seh- und Entwicklungsuntersuchungen, Behandlung von Tuberkulose und Asthma, Tests auf sexuell übertragbare Infektionen, HIV und Sichelzellkrankheit, Krebsvorsorge sowie Kontrollen von Bluthochdruck, Diabetes und erhöhtem Cholesterin. Auch bestimmte Nieren- und Lebertests, die Behandlung chronischer Krankheiten und Untersuchungen zur psychischen Gesundheit sind enthalten. Medikamente und Apothekenleistungen, bildgebende Diagnostik wie CT oder MRT, Notfallbehandlung, Behandlung von Herzinfarkten oder Knochenbrüchen, stationäre Behandlung, Operationen, Chemotherapie, Bestrahlung, Geburtshilfe, komplexe Schwangerschaftsversorgung, Rehabilitation, Zahn-, Seh- und Physiotherapieleistungen, Onkologie und Behandlung im Ausland sind derzeit ausgeschlossen. Je nach Fall können dafür öffentliche Mittel, eine private Versicherung oder eigene Zahlungen nötig sein. Die BNDA beschafft und kontrolliert Medikamente für öffentliche Einrichtungen. Davon getrennt verwaltet das National Insurance Board (NIB) den nationalen Arzneimittelplan (National Prescription Drug Plan (NPDP)) und die ACE Rx Card für berechtigte Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen und den jeweils geltenden Arzneimittellisten. Die geplante Eingliederung des NPDP in die NHIA war nach dem Forschungsstand von September 2026 landesweit noch nicht einheitlich umgesetzt und sollte aktuell überprüft werden. Apotheken und Arzneimittelanbieter benötigen eine Zulassung nach dem Pharmacy Act und unterstehen der Aufsicht des Pharmacy Council. Für die psychiatrische und psychologische Versorgung gilt der Mental Health Act 2022, der seit dem 1. September 2024 in Kraft ist. Er betont personenzentrierte Behandlung, freiwillige Einwilligung und die möglichst wenig einschränkende Versorgung, soweit die Lage es zulässt. Zu den Rechten von Personen in Behandlung zählen unter anderem Information, Mitwirkung, Würde, Selbstbestimmung, Kommunikation, Zugang zu den eigenen Unterlagen und Schutz vor Diskriminierung. Das Mental Health Care Board und das Mental Health Review Tribunal übernehmen gesetzliche Aufsichts- und Überprüfungsaufgaben. Die Strategie für 2026 bis 2030 sieht außerdem stärkere gemeindenahe Teams vor. Medizinische Eingriffe erfordern grundsätzlich eine informierte, freiwillige Einwilligung; bei Operationen muss sie schriftlich erfolgen. Gesundheitsdaten und Behandlungsunterlagen sind vertraulich. Eine Offenlegung ohne Einwilligung ist nur in gesetzlich vorgesehenen Fällen oder zur Abwendung einer ernsten Gefahr erlaubt. Nach dem Health Services Act können Meldepflichten für bestimmte Infektionskrankheiten gelten. Die Gesundheitsplanung auf den Bahamas richtet sich stark auf nichtübertragbare Krankheiten aus. Laut PAHO entfielen 2019 altersbereinigt 75,4 Prozent der Sterblichkeit auf nichtübertragbare Krankheiten, 10,7 Prozent auf übertragbare Krankheiten und 13,9 Prozent auf äußere Ursachen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Diabetes verursachten zusammen 38,4 Prozent der verlorenen gesunden Lebensjahre. Gemeldete Werte für Übergewicht und Adipositas lagen 2022 bei 75,8 Prozent, die Tabakquote 2023 bei 10,7 Prozent, die Masernimpfquote 2022 bei 80 Prozent und die Lebenserwartung 2024 bei 74,7 Jahren. Prävention, chronische Krankheiten, Gesundheit von Müttern und Kindern, Altern, psychische Gesundheit, Medikamentenversorgung, digitale Patientenakten und Angebote auf den Family Islands sind daher zentrale Aufgaben. Öffnungszeiten, einzelne Leistungen, Facharzttermine, Transfermöglichkeiten und Arzneimittellisten können sich je nach Insel und Einrichtung unterscheiden. Zum Forschungszeitpunkt gab es weder ein einheitliches, landesweit stabiles Klinikverzeichnis noch eine Gebührenordnung. Diese Angaben sollten vor einer Behandlung direkt bei der zuständigen Einrichtung oder dem Anbieter bestätigt werden.
Gesundheitsversorgung auf den Bahamas
Die Gesundheitsversorgung auf den Bahamas umfasst öffentliche und private Angebote. Örtliche Kliniken bieten Grundversorgung, während Krankenhäuser und Fachanbieter Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation ergänzen. Da die Angebote über viele Inseln verteilt sind, unterscheiden sich Verfügbarkeit und Zugänglichkeit. Bei Notfällen helfen 911 oder 919, der nationale Rettungsdienst (National Emergency Medical Services (NEMS)) und die nächstgelegene Notaufnahme. Die nationale Krankenversicherung (National Health Insurance Bahamas) deckt derzeit ausgewählte ambulante Leistungen der Grundversorgung ab, jedoch beispielsweise keine Medikamente, Notfälle, stationäre Behandlung oder Operationen.
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