Bei der Volkszählung von 2022 wurden auf den Bahamas 398.165 Menschen erfasst. Baptistische Gemeinden waren mit 135.875 Menschen die größte erfasste Gruppe. Es folgten anglikanische Gemeinden mit 47.456, andere christliche Konfessionen einschließlich nichtkonfessioneller Kirchen mit 35.296, römisch-katholische Gemeinden mit 34.749, Pfingstgemeinden mit 31.971, Church-of-God-Gemeinden mit 19.663, Siebenten-Tags-Adventisten mit 17.502, Methodisten mit 10.996 und Brüdergemeinden mit 5.823 Menschen. Außerdem erfasste die Volkszählung 4.225 Zeugen Jehovas, 1.139 Rastafari, 336 Musliminnen und Muslime, 296 Hindus, 190 Jüdinnen und Juden, 70 Angehörige des Bahaitums und 1.813 Menschen anderer nichtchristlicher Religionen. 24.677 Menschen gaben keine Religion an, 293 bezeichneten sich als atheistisch und 19.075 machten keine Religionsangabe. Der Bahamas Christian Council koordiniert christliche Konfessionen und vertritt sie öffentlich, ist aber keine staatliche Aufsichtsbehörde. Auf den Bahamas gibt es keine allgemeine staatliche Religionsbehörde. Gottesdienste, Gebete, Sonntagsschule, Religionsunterricht, Sakramente, Riten und Seelsorge werden üblicherweise über die zuständige örtliche Gemeinde, die Diocese of The Bahamas and The Turks and Caicos Islands, die Roman Catholic Archdiocese of Nassau oder eine andere konfessionsspezifische Stelle angeboten. Zugang, Mitgliedschaft, Beiträge, Terminvergabe und Zeremonien unterscheiden sich je nach Gemeinde und Insel; ein einheitliches landesweites Gebühren- oder Zugangssystem gibt es nicht. Artikel 22 der Verfassung schützt Gewissens- und Religionsfreiheit, religiöse Überzeugung, Religionswechsel sowie öffentliche und private Andacht, Lehre, Ausübung und Beobachtung religiöser Pflichten. Niemand darf ohne Zustimmung zur Teilnahme am Unterricht oder an Zeremonien einer anderen Religion verpflichtet werden; eine Religionsgemeinschaft darf eigenen Unterricht anbieten. Niemand darf gezwungen werden, einen Eid abzulegen, der religiösen Überzeugungen widerspricht. Artikel 26 schützt vor Diskriminierung aufgrund des Glaubensbekenntnisses. Einschränkungen sind nur zulässig, wenn sie verfassungsrechtlich für Zwecke wie öffentliche Sicherheit, öffentliche Ordnung, öffentliche Moral, öffentliche Gesundheit oder die Rechte anderer gerechtfertigt sind. Öffentliche Schulen bieten Religionsunterricht und Einrichtungen für religiöse Andacht an. Eltern können schriftlich beantragen, dass ein Kind davon abgemeldet wird, ohne andere Schulleistungen zu verlieren. Schulen dürfen Religionsunterricht nicht für Bekehrung, Herabwürdigung oder Diskriminierung nutzen. Lehrkräfte mit Gewissensbedenken müssen ihn nicht erteilen. Eine private Schule kann unter der Verantwortung ihrer Trägerschaft Religionsunterricht anbieten. Fehlt ein Kind an einem ausschließlich religiösen Feiertag seiner elterlichen Religionsgemeinschaft, kann die Abwesenheit entschuldigt werden. Karfreitag, Ostermontag, Whit Monday, Weihnachten und Boxing Day sind gesetzliche Feiertage; hinzu kommen weitere weltliche Feiertage. Ein gesetzlicher Feiertag verpflichtet für sich genommen nicht zur Teilnahme an religiösen Praktiken. Für eine Eheschließung bearbeiten der Registrar General, ein Registrar, ein Magistrat oder ein registrierter marriage officer die rechtlichen Schritte. Eine Geistliche oder ein Geistlicher kann die Registrierung als marriage officer beantragen; rechtliche Wirkung hat eine religiöse Zeremonie jedoch nur, wenn die erforderliche befugte Person die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt oder abschließt. Geistliche sind nicht verpflichtet, eine Ehe zu schließen. Taufe, Konfirmation, Beerdigungen und Namenszeremonien folgen den Regeln der jeweiligen Gemeinde oder Konfession und nicht einem einheitlichen nationalen Religionsverfahren. Zeitpunkt und Gebühren der Eheschließung richten sich nach Vorgaben des Registrar General, der befugten Person und der gewählten Zeremonie; die Erreichbarkeit auf der jeweiligen Insel kann die Verfügbarkeit beeinflussen.
Religion auf den Bahamas
Das Christentum ist die vorherrschende religiöse Tradition auf den Bahamas. Vertreten sind baptistische, anglikanische, weitere christliche, römisch-katholische, pfingstlerische, Church-of-God-, Siebenten-Tags-Adventisten-, methodistische und Brüdergemeinden. Die Verfassung schützt Gewissens-, Glaubens-, Lehr-, Ausübungs- und Religionsfreiheit; zugleich gehört Religionsunterricht zum Lehrplan öffentlicher Schulen. Religionsgemeinschaften bieten außerdem Gottesdienste, Bildung, Seelsorge und Zeremonien zu Lebensereignissen an.
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