Die Bahamas sind ein Archipel: Innerhalb einer Insel reist man gewöhnlich auf der Straße, zwischen den Inseln mit dem Flugzeug oder Schiff. Auf New Providence und Grand Bahama werden privat betriebene Busse gewöhnlich Jitneybusse (Jitney) oder Omnibusse genannt. Das Department of Road Traffic veröffentlicht Buslinien hauptsächlich für Nassau und New Providence, betreibt aber kein einheitliches landesweites Verkehrsnetz. Angebot, Betriebszeiten und Verbindungen hängen daher stark vom Anbieter und der jeweiligen Insel ab. Auf den Family Islands ergänzen lokale Taxis, Mietwagen, Shuttles, Wassertaxis, Fähren, Postschiffe und private Boote das Angebot. Für die gewerbliche Personenbeförderung gelten zusätzliche Anforderungen. Fahrer benötigen einen Führerschein für den öffentlichen Personenverkehr (Public Service Driver’s Licence) sowie die entsprechende Konzession und Fahrzeugzulassung. Zu den veröffentlichten Anforderungen zählen die bahamaische Staatsangehörigkeit, ein Mindestalter von 21 Jahren, BahamaHost, ein seit mehr als drei Jahren bestehender Führerschein, ein Gespräch und eine praktische Prüfung. Jitney-Fahrzeuge benötigen unter anderem eine gültige Zulassung für den öffentlichen Personenverkehr, Versicherung, eine Gewerbelizenz, ein Franchise Grant Letter, eine Bescheinigung für die genehmigte Strecke und eine technische Prüfung. Jitneys werden zweimal jährlich geprüft, gewöhnlich montags im Mai und Oktober. Autos und leichte Lastwagen fahren auf den Bahamas auf der linken Straßenseite. Für einen Führerschein verlangt das Department of Road Traffic eine theoretische und eine praktische Prüfung. Der erste Führerschein gilt ein Jahr; danach sind je nach gewählter Option Laufzeiten von einem oder drei Jahren verfügbar. Führerscheine und Fahrzeugzulassungen laufen jeweils am Ende des Geburtsmonats des Inhabers ab. Bei einer Fahrzeugübertragung benötigen Personen, die nicht bahamaische Staatsangehörige sind, außerdem einen Reisepass und eine Einwanderungserlaubnis. Für ein neues Fahrzeug gehören Versicherung, Kaufvertrag oder Rechnung, ein Zoll-Fahrzeuginformationsschein (Customs Vehicle Information Slip), Altersnachweis, ein gültiger bahamaischer Führerschein, technische Prüfung und Zulassung zu den relevanten Unterlagen. Die veröffentlichten Gebühren unterscheiden sich je nach Quelle. MyGateway nennt BS$25 für einen einjährigen Führerschein oder BS$75 für drei Jahre, BS$15 für eine Lernfahrerlaubnis und Gesamtbeträge von BS$195, BS$645 und BS$795 für die Fahrzeugklassen A, B und C. Eine weitere Gebührentabelle des Department of Road Traffic nennt für neue Zulassung und Prüfung der Klassen A, B und C BS$160, BS$560 und BS$710 sowie zusätzliche Beträge von BS$35, BS$15 und BS$15. Prüfe daher vor der Zahlung die aktuellen Angaben des Department of Road Traffic oder von MyGateway. Ein funktionierendes nationales Eisenbahnnetz ist nicht dokumentiert. Für Reisen zwischen den Inseln sind daher Bahamasair und regionale Fluggesellschaften, Fähren, Postschiffe sowie private oder örtliche Boote praktische Alternativen. Das Department of Aviation führt ein Verzeichnis mit etwa 61 Flughäfen; das offizielle Tourismussystem nennt 20 internationale Flughäfen. Der Lynden Pindling International Airport in Nassau ist das wichtigste Drehkreuz, und viele Verbindungen zu den Family Islands führen über Nassau. Bahamas Ferries verbindet Nassau unter anderem mit den Abacos, Andros, Cat Island, den Exumas, Eleuthera, Harbour Island und Freeport. Fahrpläne können sich abhängig vom Anbieter, Wetter und der Verbindung kurzfristig ändern. Ein landesweites Radwegenetz ist nicht dokumentiert. Radfahrende teilen sich normalerweise Straßen oder andere Verkehrsflächen. Sie sollten links nahe am Fahrbahnrand fahren und dürfen höchstens zu zweit nebeneinander fahren. Verkehrszeichen und Ampeln gelten auch für Radfahrende. Nachts sind Vorder- und Rücklichter sowie Reflektoren vorgeschrieben; der Highway Code empfiehlt einen Helm. Das Fahren auf Gehwegen ist nach den Road Traffic Regulations nicht erlaubt. Fußgänger sollten vorhandene Gehwege benutzen. Fehlt ein Gehweg, empfiehlt der Highway Code, am rechten Straßenrand entgegen dem Verkehr zu gehen. Zebrastreifen und ampelgeregelte Übergänge sind vorzuziehen; das Überqueren hinter einem Bus oder Auto erhöht die Unfallgefahr. Das Department of Ports reguliert den örtlichen Schiffsverkehr, die Hafenaufsicht sowie Registrierung, Zulassung und Prüfung von Schiffen und anderen Wasserfahrzeugen. Wasserfahrzeuge müssen vor dem Betrieb registriert werden; gewerbliche Betreiber benötigen vorher eine Gewerbeerlaubnis für Schiffsführer (Master’s Licence). Klasse B gilt für bestimmte Hafenbereiche, Klasse A für alle Hafenbereiche und Klasse D für gewerblich betriebene Wasserfahrzeuge. Im Hafen von Nassau gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von fünf Knoten; zu schnelles Fahren und Wellenschlag sind dort verboten. Abfälle oder Plastik dürfen nicht ins Wasser gelangen; nachts müssen die vorgeschriebenen Lichter geführt werden. Im Straßenverkehr gehören ein gültiger Führerschein, eine Haftpflichtversicherung, Zulassung und Prüfbescheinigung zu den zentralen Anforderungen. Sicherheitsgurte müssen angelegt werden; Fahrzeuge dürfen nicht überladen werden. Der Highway Code nennt Grenzwerte von mehr als 80 mg Alkohol je 100 ml Blut oder mehr als 35 mcg Alkohol je 100 ml Atemluft. Jitneyfahrer sollten an sicheren Stellen halten, vollständig zum Stillstand kommen und Fahrzeuge nicht überfüllen; Fahrgäste sollten vorhandene Sicherheitsgurte benutzen. Beschwerden über Fahrer des öffentlichen Personenverkehrs können an die Complaints Unit des Department of Road Traffic oder an die Polizei gerichtet werden. Die Civil Aviation Authority Bahamas beaufsichtigt die Flugsicherheit. Der Verkehr ist stark von importiertem Benzin und Diesel abhängig. Gebrauchtwagen aus den Vereinigten Staaten und Japan können Verbrauch und Emissionen beeinflussen; in der Schifffahrt werden überwiegend Diesel und Bunkeröl, in der Luftfahrt Flugturbinenkraftstoff und Avgas eingesetzt. Die National Energy Policy 2025–2030 nennt Anreize für Elektrofahrzeuge, Ladeinfrastruktur, erneuerbare Kraftstoffe für Schiffe und Flugzeuge, Pilotprojekte für Elektrobusse und Hybridfähren, Emissionsziele, Effizienzstandards, intelligente Verkehrssysteme, die Rückspeisung von Strom aus Fahrzeugbatterien ins Netz, schwefelarmen Diesel, Biokraftstoffe und Landstrom. Diese Punkte sind als Strategie- und Planungsziele zu verstehen; eine landesweite Umsetzung ist in den verfügbaren Recherchen nicht dokumentiert. Straßen, Entwässerung, Häfen und Flughäfen werden fortlaufend erweitert oder instand gehalten, weil sie für Versorgung, Personenverkehr und Tourismus unverzichtbar sind.
Verkehr auf den Bahamas
Der Verkehr auf den Bahamas stützt sich wegen der vielen Inseln hauptsächlich auf Straßen, Inlandsflüge, Fähren und Boote. Öffentliche Busse gibt es vor allem auf New Providence und Grand Bahama; auf den Family Islands übernehmen Taxis, Mietwagen, Shuttles und Boote einen größeren Teil der Mobilität. Ein landesweit funktionierendes Eisenbahnnetz gibt es nicht.
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