Das Schulwesen in Dänemark beruht auf der Schulpflicht und schreibt nicht den Besuch einer bestimmten Schulart vor. Die meisten Kinder besuchen die kommunale Folkeskole, die die Primar- und untere Sekundarstufe umfasst. Die Folkeskole beginnt häufig mit einer Vorbereitungsklasse, der „børnehaveklasse“, und wird mit nummerierten Klassenstufen fortgesetzt. Zum Unterricht gehören Dänisch, Mathematik, Sprachen, Naturwissenschaften, Gesellschaftskunde, kreative Fächer, Sport und weitere Bereiche. Im dänischen Unterricht werden häufig Gespräche, Projekte, Gruppenarbeit und selbstständige Aufgaben eingesetzt. Fachwissen ist wichtig; Schulen fördern aber auch Zusammenarbeit, Verantwortungsbewusstsein, demokratische Mitwirkung und die Fähigkeit, eine Meinung respektvoll auszudrücken. Kommunale Schulen sind nicht die einzige Möglichkeit. In Dänemark gibt es außerdem unabhängige Privatschulen, oft „friskoler“ oder private Grundschulen genannt, sowie rechtmäßigen Hausunterricht unter der jeweils vorgesehenen Aufsicht. Eine „efterskole“ ist eine besondere dänische Internatsschulform, die meist älteren Schülerinnen und Schülern während eines Teils ihrer unteren Sekundarstufe offensteht. Sie verbindet regulären Unterricht mit dem Leben in einer Gemeinschaft und hat oft einen besonderen Schwerpunkt, etwa Sport, Musik, Aktivitäten im Freien oder Kreativität. Lehrkräfte begleiten die Schülerinnen und Schüler mit Rückmeldungen, Aufgaben, Gesprächen und Leistungsbeurteilungen. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern ist wichtig; ein großer Teil der Kommunikation kann über digitale Systeme erfolgen. Nach der Schulpflicht wählen Schülerinnen und Schüler zwischen verschiedenen Wegen. Allgemeinbildende Programme der Sekundarstufe II bereiten vor allem auf ein Hochschulstudium vor, während berufliche Programme schulischen Unterricht mit praktischer Ausbildung verbinden. Weitere vorbereitende Angebote können den nächsten Schritt unterstützen. Kinder, die aus einem anderen Land zuziehen, benötigen möglicherweise Unterstützung beim Dänischlernen und dabei, die Abläufe an der Schule kennenzulernen. Über die Einstufung und Sprachförderung wird vor Ort entschieden. Familien sollten sich daher direkt an die Kommune und die Schule wenden. Die Schulwahl wirkt sich auf den Schulweg, Freundschaften, das Lernumfeld, die Unterstützung und spätere Möglichkeiten aus. Familien sollten neben den schulischen Zielen auch die Bedürfnisse und das Wohlbefinden des Kindes berücksichtigen, denn keine Schulform passt zu jedem Kind.
Schule in Dänemark
In Dänemark beginnt der Schulweg mit der Schulpflicht. Der Unterricht kann an einer kommunalen Folkeskole oder in einer anderen anerkannten Form stattfinden. Kinder lernen gewöhnlich gemeinsam schulische Fächer sowie Zusammenarbeit, Selbstständigkeit und Mitbestimmung. Später können Jugendliche eine allgemeinbildende weiterführende Schule, eine berufliche Ausbildung oder einen anderen passenden Bildungsweg wählen.
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