Auf Somali heißen Freund und Freundschaft saaxiib und saaxiibnimo, auf Französisch ami und amitié und auf Arabisch صديق und صداقة. Ein verlässlich belegter Afar-Begriff für Freundschaft ist nicht verfügbar. In Dschibuti gibt es für Freundschaften keine eigene Behörde, Registrierung, Lizenz, Antragspflicht oder gesetzlich geregeltes Beendigungsverfahren. Kontakte entstehen meist durch regelmäßige gemeinsame Aktivitäten in Schulen, in der Berufsausbildung (vocational training), in Community Development Centres (CDC), Kultur- und Sportgruppen, Jugendwerkstätten, Gemeindeveranstaltungen oder digitalen Netzwerken. Das Ministerium für Jugend und Kultur, CDCs, Jugendprogramme an Schulen des Ministeriums für Nationale Bildung und Berufsausbildung (MENFOP), Child Friendly Spaces sowie Peer-, Demokratie- und Lebenskompetenzprogramme von UNICEF und Partnern bieten geeignete Rahmen für Kontakte. Ein CDC-Projekt umfasste 2022 die Orte Arhiba, PK12 und Quartier 6, hatte ein Budget von 500.000 USD und richtete sich an etwa 12.000 Menschen; daraus lässt sich keine allgemeine Gebühr für Freundschaften ableiten. Bei Minderjährigen wird der Zugang hauptsächlich durch Regeln der Familie, der Schule und des jeweiligen Programms bestimmt. Außerhalb von Schule und Ausbildung, in ländlichen Gebieten sowie für Mädchen und Frauen, Menschen mit Behinderungen, Flüchtlinge und Asylsuchende können sichere, barrierefreie und sprachsensible Treffpunkte schwerer zugänglich sein. Freundschaften können geschlechtergemischt oder gleichgeschlechtlich sein; Alter, Geschlecht, Sicherheitslage und die Akzeptanz durch Familie und Gemeinschaft beeinflussen, welche Kontakte praktisch möglich sind. 2024 lag die Internetnutzung bei 65 Prozent, doch Kosten für Geräte, Daten und Netz bleiben ungleich verteilt. Im Kontext des UNHCR leben etwa 32.000 Asylsuchende und Flüchtlinge in Dschibuti; rund 85 Prozent von ihnen leben in ländlichen Flüchtlingsdörfern. Bildungs-, Gesundheits-, Arbeits- und gemeinschaftliche Integrationsaktivitäten bieten Kontaktmöglichkeiten zwischen Aufnahmegemeinschaften und Flüchtlingen. Die Verfassung bezieht sich auf Gleichheit unabhängig von Sprache, Herkunft, Geschlecht und Religion sowie auf Gedanken-, Gewissens-, Religions- und Meinungsfreiheit, die Vertraulichkeit der Kommunikation, Bewegungsfreiheit und Vereinigungsfreiheit vorbehaltlich gesetzlicher Formalitäten. Freundschaften begründen nach diesen Bestimmungen keinen eigenen Anspruch und keine besonderen Pflichten; das geltende Recht, die Ehre anderer und die öffentliche Ordnung sind weiterhin zu achten. Konflikte werden meist privat geklärt, da keine eigene Vermittlungsstelle für Freundschaften bekannt ist. Bei Gewalt, Zwang, Belästigung oder einem Schutzrisiko gelten die allgemeinen Schutz- und Rechtswege statt besonderer Freundschaftsregeln. Eine private Freundschaft hat keinen festen Preis, keine Mindestdauer und keine offizielle Wartezeit; Kosten hängen von mobiler Kommunikation, Transport und gemeinsamen Aktivitäten ab.
Freundschaft in Dschibuti
Freundschaft in Dschibuti ist eine freiwillige, persönliche und nicht romantische Beziehung, die sich durch wiederkehrenden gegenseitigen Kontakt entwickelt. Schulen, Berufsausbildung, Gemeindezentren, Kultur-, Sport- und Jugendgruppen sowie digitale Kontakte bieten Gelegenheiten dafür. Der Staat führt kein eigenes Freundschaftsregister und verleiht keinen Freundschaftsstatus; Kosten, Dauer und Zugänglichkeit hängen von der Kontaktform, dem Ort und der Sicherheitslage ab.
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