Eritrea verfügt über ein dreistufiges Gesundheitssystem. Gemeindenahe Gesundheitsdienste (Community-Based Health Services, CBHS) und Gemeindegesundheitskräfte bieten in Wohnortnähe Gesundheitsaufklärung, einfache Untersuchungen und Behandlungen, Impfungen, Schwangerschaftsvorsorge, Krankheitsüberwachung und Überweisungen an. Gesundheitsstationen leisten vorbeugende, gesundheitsfördernde und einfache heilende Versorgung. Gemeindekrankenhäuser bieten ambulante und stationäre Behandlung, Geburtshilfe, einfache Operationen und die erste größere Überweisungsstufe. Zoba-Überweisungskrankenhäuser und nationale Überweisungskrankenhäuser übernehmen Diagnostik, fachärztliche Versorgung, Operationen und komplexere klinische Behandlungen. Das Gesundheitsministerium leitet Planung, Regulierung und Umsetzung. Zoba- und Sub-Zoba-Strukturen koordinieren die Versorgung; Kebabi- und Dorfgesundheitskomitees unterstützen die Koordination in den Gemeinden. Gemeindegesundheitskräfte werden örtlich mitunter als „barfüßige Ärzte“ bezeichnet. Ein Regierungsbericht bezifferte 2026 die Zahl auf mehr als 300 Gesundheitseinrichtungen und mehr als 3.000 gemeindenahe Gesundheitskräfte. Aktuelle Einrichtungsverzeichnisse und die Verfügbarkeit von Leistungen können jedoch variieren. Zu den Prioritäten der öffentlichen Gesundheit gehören Malaria, Tuberkulose, HIV/AIDS, Hepatitis, vernachlässigte Tropenkrankheiten, Durchfallerkrankungen, akute Atemwegsinfektionen, Mangelernährung, Gesundheit von Müttern und Kindern, nicht übertragbare Krankheiten, psychische Gesundheit und antimikrobielle Resistenzen. Zur Vorbeugung gehören Gesundheitsaufklärung, Hygiene- und Wasserschutzmaßnahmen, Angebote in Schulen und Gemeinden, Ernährungsuntersuchungen, Familienplanung, Schwangerschaftsvorsorge und das nationale Impfprogramm. Die gemeldete DTP3-Impfquote lag 2024 bei etwa 95 Prozent; für dasselbe Jahr wurde eine Kindersterblichkeit unter fünf Jahren von 34,3 Todesfällen je 1.000 Lebendgeburten gemeldet. Üblicherweise beginnt die Versorgung beim nächstgelegenen geeigneten gemeindenahen Dienst, einer Gesundheitsstation oder einem Gemeindekrankenhaus. Wenn Medikamente, Diagnosegeräte, Fachkenntnisse oder Behandlungskapazitäten vor Ort fehlen, überweisen Mitarbeitende an ein Zoba- oder nationales Überweisungskrankenhaus. Überweisungsregister sowie Überweisungen zwischen Gemeinde und Einrichtung beziehungsweise zwischen Einrichtungen und Rücküberweisungen unterstützen diesen Weg. Rettungswagen sind im Allgemeinen verfügbar; im Zusammenhang mit der RMNCAH-Berichterstattung wurde der Transport für Patientinnen und Patienten als kostenlos bezeichnet. Engpässe bei Fahrzeugen, Treibstoff, Wartung, Ausrüstung und Kommunikation können ihn jedoch verzögern. Nach der verfügbaren Beleglage gibt es keine verlässlich bestätigte landesweite Notrufnummer. Das Gesundheitsministerium reguliert Medikamente gemäß Proklamation Nr. 36/1993 und veröffentlicht eine nationale Arzneimittelliste, darunter die Ausgabe von 2025. Beschaffung, Qualitätskontrolle und Verfügbarkeit bleiben wichtige Aufgaben des Systems. Engpässe und ungleiche Verteilung können die Behandlung beeinträchtigen, sodass ein verschriebenes Medikament nicht in jeder Einrichtung erhältlich sein muss. Psychische Gesundheit, Rehabilitation und Palliativversorgung sind Teil der nationalen Planung und des Ausbaus der Grundversorgung. Qualifiziertes Personal, spezialisierte Leistungen und Nachsorge sind jedoch ungleich verfügbar. Die staatliche Politik beschreibt die öffentliche Gesundheitsversorgung als kostenlos und für die gesamte Bevölkerung bestimmt; Gleichstellung unabhängig von Geschlecht, Alter, Behinderung und Lebensbedingungen soll berücksichtigt werden. Verlässliche Belege für gesonderte landesweite Regelungen zu ausländischen Personen, privater Behandlung, Fernkonsultationen, individuellen Patientenrechten, Einwilligungsverfahren oder Beschwerdewegen lagen in der verfügbaren Recherche nicht vor. Die Nachsorge nach einem Krankenhausaufenthalt, einer Geburt oder einer Behandlung chronischer Erkrankungen sollte über Überweisung und Rücküberweisung erfolgen, ist in abgelegenen Gebieten aber schwieriger sicherzustellen.
Gesundheitsversorgung in Eritrea
Das Gesundheitswesen Eritreas wird vom Gesundheitsministerium über sechs Zobas und 58 Sub-Zobas koordiniert. Gemeindenahe Gesundheitsdienste, Gesundheitsstationen und Gemeindekrankenhäuser übernehmen die Grundversorgung; Zoba-Überweisungskrankenhäuser und nationale Überweisungskrankenhäuser bieten weitergehende Behandlungen. Die staatliche Politik sieht kostenlose öffentliche Gesundheitsversorgung auf allen Ebenen vor. Abgelegene, ländliche und nomadisch lebende Gemeinschaften können dennoch Schwierigkeiten mit Zugang, Kontinuität, Medikamenten und Ausstattung haben.
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