Fidschi importiert netto mehr Lebensmittel, als es exportiert. Für 2023 wurden Einfuhren von Feldfrüchten und Vieh im Wert von FJD 1.106,4 Millionen verzeichnet, gegenüber Ausfuhren im Wert von FJD 343,4 Millionen. Laut der zitierten nationalen Bewertung hingen etwa 58 % des Kalorienbedarfs und 60 % des Proteinbedarfs von Importen ab. Inländische Produktion und Importe versorgen daher gemeinsam Haushalte, Geschäfte, Märkte, Restaurants und Ferienanlagen. Viti Levu und Vanua Levu umfassen die wichtigsten Produktions- und Marktgebiete. Das Sigatoka Valley ist ein bedeutendes Gartenbaugebiet; Maniok wird besonders mit Ba, Tailevu, Naitasiri und Macuata in Verbindung gebracht. Äußere und maritime Inseln sind stärker auf Subsistenzproduktion, Küstenfischerei und Hausgärten angewiesen. Wirbelstürme, Überschwemmungen, Dürre, begrenzte Lagerung, Inseltransporte und eine ungleichmäßige Kühlkette können die Verfügbarkeit frischer Lebensmittel verringern. Importierte Grundnahrungsmittel und verarbeitete Lebensmittel sind im Allgemeinen breiter erhältlich als saisonale lokale Erzeugnisse. Die fidschianische Küche ist von iTaukei-, indo-fidschianischen und chinesischen Einflüssen geprägt. Ein lovo ist ein gemeinschaftliches Festmahl, das in einem Erdofen auf heißen Steinen gegart und mit Blättern abgedeckt wird. Es umfasst häufig Dalo, Maniok, Süßkartoffeln, Yams, Fisch, Fleisch und Gemüse und gart meist langsam etwa ein bis zwei Stunden. Kokoda kombiniert in Zitrusfrüchten marinierten Fisch mit miti, einer Zubereitung aus Kokosmilch, sowie Zutaten wie Zwiebel, Tomate, Gurke und Chili. Rourou wird aus Dalo-Blättern und Kokosmilch zubereitet. Häufig sind auch Curry, Dhal, Roti und chinesisch inspirierte Pfannengerichte sowie Speisen von Märkten, Straßenständen, lokalen Gaststätten, Restaurants und Ferienanlagen. Das Ministry of Health and Medical Services empfiehlt ein Tellermodell mit mindestens zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse täglich. Abwechslungsreiche Mahlzeiten können frisches Obst und Gemüse, Wurzelknollen, Reis und anderes Getreide, Dhal, Kichererbsen, Bohnen, Fisch, Fleisch und Milchprodukte enthalten. Frittierte Speisen sowie zuckerreiche Lebensmittel und Getränke eignen sich eher für gelegentlichen Verzehr als als Grundlage der Ernährung. Die nationale Ernährungsplanung berücksichtigt auch den hohen Konsum verarbeiteter Lebensmittel sowie von Salz, Zucker und Fett. Die zitierten Daten für 2020 weisen 63,1 % Übergewicht oder Fettleibigkeit bei Erwachsenen und 7,2 % Wachstumsverzögerung bei Kindern unter fünf Jahren aus. Diese Werte beschreiben die Bevölkerung und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung. Der Food Safety Act 2003 und die Food Safety Regulations 2009 erfassen inländische Produktion, Verarbeitung, Einfuhr, Ausfuhr und Wiederausfuhr. Das Central Board of Health verwaltet und vollzieht das System, die Food Unit des Ministry of Health and Medical Services leistet operative Unterstützung und lokale Behörden handeln als Lebensmittelbehörden. Bevollmächtigte Personen können Lebensmittel kontrollieren und Proben nehmen. Ein Lebensmittelbetrieb benötigt eine Gesundheitslizenz und muss deren Bedingungen sowie Prüfanforderungen erfüllen. Bei vorverpackten Lebensmitteln geben Etiketten die Art des Produkts und die jeweiligen Angaben zu Hersteller, Importeur, Verpacker oder Vertrieb an. Falsche, irreführende oder täuschende Angaben sind verboten. Lebensmittelkosten werden in Fidschi-Dollar gemessen; landesweit einheitliche Preise für Mahlzeiten oder Einzelhandelsprodukte gibt es jedoch nicht. Preise ändern sich mit lokalem oder importiertem Angebot, Saison, Entfernung, Inseltransport, Lagerung, Kühlung und Verkaufsstelle. Märkte und Straßenverkauf sind oft günstiger als Restaurants oder Ferienanlagen, doch eine vollständige Rangfolge für ganz Fidschi ist durch die verfügbaren Belege nicht abgesichert. Der Verbraucherpreisindex Fidschis verfolgt monatliche Preisänderungen an städtischen Erhebungsorten sowie an einem ländlichen Vergleichsort. Die jährliche Gesamtinflation für Dezember 2025 betrug minus 1,4 % und bezog sich nicht ausschließlich auf Lebensmittel. Die Lebensmittelpolitik verknüpft die heimische Produktion zunehmend mit Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit. Der nationale Ernährungssystemplan Horizon 2030 für Fidschi unterstützt lokale Lebensmittel in Hotels, Ferienanlagen und Restaurants, Verarbeitung, Wertschöpfung, Lagerung, Kühlketten und Rückverfolgbarkeit. Die Non-Sugar Agriculture Policy 2025–2035 fördert nahrhafte lokale Lebensmittel, Widerstandsfähigkeit und Importsubstitution. Die National Fisheries Policy 2024–2028 und der Aquaculture Development Plan 2024–2028 befassen sich mit nachhaltiger Fischerei, Aquakultur und gemeinschaftlicher Bewirtschaftung. Ziel ist, die Einfuhren von Meeresfrüchten bis 2028 um etwa 70 % zu senken. Wirbelstürme, Dürre, Überschwemmungen, Erwärmung, Versauerung der Meere, Korallenbleiche und rückläufige Fischbestände bleiben Risiken für die Lebensmittelversorgung.
Essen auf Fidschi
Die Ernährung auf Fidschi stützt sich auf heimische Feldfrüchte, Fischerei, Viehzucht und importierte Grundnahrungsmittel. Dalo, Maniok, Süßkartoffeln, Yams, Brotfrucht, Kochbananen, Reis und Mehl sind verbreitete Grundnahrungsmittel. Fisch, Kokosnuss, Obst, Gemüse, Hähnchen, Schweine- und Rindfleisch sorgen für Abwechslung. Verfügbarkeit, Preis und Frische variieren je nach Saison, Inseltransport, Wetter und Kühlkette. Daher unterscheidet sich der Zugang zu Lebensmitteln zwischen den wichtigsten Marktgebieten und äußeren Inseln.
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