Die Natur Äquatorialguineas erstreckt sich über die Festlandsregion Río Muni und die Inseln Bioko und Annobón. Zu den Lebensräumen gehören Regenwald, Sumpf- und Auenwald, Mangroven, Flüsse und Ästuare, Küstengewässer sowie Hochlandvegetation. Bioko ist vulkanischen Ursprungs und umfasst den 3.011 Meter hohen Pico Basilé und die Caldera de Luba. Diese Landschaften unterscheiden sich hinsichtlich Artenvielfalt, Zugänglichkeit, lokaler Nutzung und ihrer Anfälligkeit für Überschwemmungen, Erosion und Erdrutsche. Ley Núm. 6/2025 (Gesetz Nr. 6/2025) bildet den geltenden Rechtsrahmen für Schutzgebiete. Das nationale System umfasst fünf Nationalparks, zwei Naturdenkmäler, zwei wissenschaftliche Reservate, fünf Naturreservate und zwei Meeresschutzgebiete. Die geschützten Landflächen umfassen etwa 5.228 Quadratkilometer beziehungsweise 19,27 % des Staatsgebiets; der Meeresschutz erstreckt sich auf etwa 730 Quadratkilometer beziehungsweise 0,24 %. Zu den bedeutenden Schutzgebieten zählen Monte Alén, Pico Basilé, Río Campo, Altos de Nsork, Djibloho, Caldera de Luba, Playa Nendjy, das Muni-Ästuar, Punta Ilende, Corisco und die Elobeyes sowie Annobón. Die rund 62.900 Hektar große Caldera de Luba steht auf der vorläufigen Liste der UNESCO. Drei Ramsar-Feuchtgebiete umfassen etwa 136.000 Hektar: Isla de Annobón, das Naturreservat Muni-Ästuar und Río Ntem o Campo. Feuchtgebiete bieten Laich- und Aufwuchsgebiete für Fische, mindern Überschwemmungen und Küstenschäden und schützen Mangroven, Torfgebiete und Feuchtwiesen. Ihr Schutz betrifft daher sowohl die biologische Vielfalt als auch die tägliche Sicherheit der Ressourcennutzung. Im Land gibt es mindestens 23 Primatenarten. Auf Bioko leben 11 Primatenarten, darunter sechs als gefährdet eingestufte Arten, außerdem inselspezifische und endemische Arten. Zu den weiteren bemerkenswerten Wildtieren zählen Gorillas, Schimpansen, Waldelefanten, Seekühe, Waldvögel und Wasservögel. Im Land wurden folgende Meeresschildkrötenarten nachgewiesen: Grüne Meeresschildkröte, Oliv-Bastardschildkröte, Lederschildkröte, Unechte Karettschildkröte und Echte Karettschildkröte. Ihre wissenschaftlichen Namen sind Chelonia mydas, Lepidochelys olivacea, Dermochelys coriacea, Caretta caretta und Eretmochelys imbricata. Die Menschen nutzen natürliche Ressourcen als Nahrung, Medizin, aromatische Produkte, Schmuck, Holz und Nichtholz-Waldprodukte. In einigen Gebieten sind die Eigenversorgung und die traditionelle Nutzung weiterhin bedeutend. Dazu gehören Jagd, die Nutzung von Wildfleisch, kleinmaßstäbliche Fischerei an Küsten und auf Inseln sowie Landwirtschaft, zu der auch Wanderfeldbau gehören kann. Die kommerzielle Entnahme erfordert eine engere behördliche Kontrolle, da sie den Verlust von Wildtieren, Waldschäden und den Druck auf Fischbestände verstärken kann. Die Naturschutzpolitik muss daher sowohl gegen illegale kommerzielle Aktivitäten vorgehen als auch die praktischen Bedürfnisse der Gemeinden berücksichtigen, die lokale Ressourcen nutzen. Das Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht, Forsten, Fischerei und Umwelt, das Tourismusministerium sowie staatliche Verwaltungen für Schutzgebiete, Forstwirtschaft und Fischerei teilen sich entsprechende Zuständigkeiten. Das Sistema Nacional de Áreas Protegidas (SNAP; nationales Schutzgebietssystem) ist das nationale Schutzgebietssystem. Äquatorialguinea arbeitet außerdem in internationalen Rahmenwerken mit, darunter das Übereinkommen über die biologische Vielfalt, die Ramsar-Konvention, das Übereinkommen zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten und das UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“. Die Biodiversitätsstrategie 2025–2030 legt Schwerpunkte auf Biodiversitätsbildung, Forschung, Artenbestimmung, Monitoring und Kompetenzaufbau. Naturbezogene Besuche können Trekking, Landschafts- und Wildtierbeobachtung, Besuche in Monte Alén, am Pico Basilé und an den Ureka-Wasserfällen, Besuche im Parque Nacional de Malabo sowie die Beobachtung nistender Meeresschildkröten umfassen. Die Zugänglichkeit hängt vom Gebiet, Verkehrsmitteln, Infrastruktur, Jahreszeit und einer örtlichen Genehmigung ab. Eine verlässliche, zentral veröffentlichte nationale Liste zu Eintrittsgebühren, Genehmigungen oder Öffnungszeiten gibt es nicht. Besucher sollten daher vor der Reise die aktuellen Bedingungen bei der zuständigen örtlichen Behörde, der Schutzgebietsverwaltung oder dem Tourismusanbieter erfragen. Zu den mit diesen Umgebungen verbundenen Naturgefahren zählen Starkregen, Flusshochwasser, Erdrutsche, Küstenüberschwemmungen, Küstenerosion, Meeresspiegelanstieg und Hitze. Naturschutz kann manche Gefährdungen mindern, indem Wälder, Feuchtgebiete und Mangroven erhalten werden; der Katastrophenschutz fällt dagegen in die Zuständigkeit der Katastrophenschutzdienste. Zu den wichtigsten Belastungen zählen illegale kommerzielle Aktivitäten in Schutzgebieten, Waldrodung, Wilderei, Handel mit Wildfleisch, Überfischung, industrielle Fischerei, Verschmutzung und die Zerschneidung von Lebensräumen durch Straßen, Siedlungen und Landwirtschaft. Grenzen, Kategorien und Schutzzwecke der Schutzgebiete müssen eindeutig kartiert sein. Regeln gegen Wilderei, illegale Rodung und Überfischung müssen zusammen mit einer wirksamen Beteiligung der örtlichen Bevölkerung umgesetzt werden. Parlamentsprotokolle aus dem Jahr 2025 dokumentierten einen Vorschlag, friedliche traditionelle Siedlungen nicht zwangsweise zu räumen oder umzusiedeln.
Natur in Äquatorialguinea
Äquatorialguinea umfasst Regenwald im Kongobecken, Mangroven, Feuchtgebiete, Flüsse, Ästuare, Vulkaninseln und Hochlandvegetation. Das Schutzgebietssystem umfasst Nationalparks, Naturdenkmäler, wissenschaftliche und natürliche Reservate sowie Meeresschutzgebiete nach Ley Núm. 6/2025. Diese Ökosysteme tragen zur biologischen Vielfalt, Ernährung, lokalen Einkommen, zum Küstenschutz und zur Klimaresilienz bei. Sie sind jedoch durch Jagd, Waldrodung, Überfischung, Verschmutzung und die Zerschneidung von Lebensräumen unter Druck.
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