Die Erhebung ENH2 2022–23 erfasste eine Eigentumsquote von insgesamt 61,3 %, einschließlich selbst gebauter und gekaufter Wohnungen. Nur 1,3 % der Haushalte meldeten eine gekaufte Wohnung; 0,9 % zahlten noch dafür. 10,9 % lebten in überlassenem oder geliehenem Wohnraum und 0,1 % bewohnten eine Wohnung ohne Zustimmung. Auf dem Festland Äquatorialguineas lag die Eigentumsquote bei 70,5 % und der Mietanteil bei 18,3 %. Auf den Inseln betrugen die Werte 39,7 % beziehungsweise 46,7 %. In städtischen Haushalten waren es 52,5 % Eigentum und 36,0 % Miete, auf dem Land 77,4 % Eigentum und 10,1 % Miete. In Bioko Norte lag der Mietanteil bei 51,4 %, während in Bioko Sur 26,3 % in überlassenem oder geliehenem Wohnraum lebten. Formeller Wohnraum ist für viele Haushalte teuer. Selbstbau, persönliche Ersparnisse und Eigenfinanzierung sind wichtige Wege zum Wohnen; private Bauträger und die Verwaltung von Hypotheken sind begrenzt. Viviendas sociales sind staatlich finanzierte, von privaten Unternehmen gebaute Wohnprojekte. ENPIGE meldete im September 2019 insgesamt 9.455 Einheiten, davon 6.729 in Malabo und 1.918 in Bata. Zu diesem historischen Zeitpunkt waren 98 % bewohnt und 10 % vollständig verkauft. Aktuelle Verfügbarkeit und Programmstatus müssen vor Ort bestätigt werden. Zu den für das öffentliche Programm gemeldeten Bedingungen von 2019 gehörten die Staatsangehörigkeit Äquatorialguineas und das Fehlen von Bank- oder Staatsschulden; eine Einkommensgrenze gab es dem Bericht zufolge nicht. Beim Mietkauf wurde das Eigentum erst nach der letzten Zahlung übertragen. Historische Zahlungsoptionen umfassten Anzahlungen von 300.000, 500.000 oder 1.000.000 FCFA und Monatsraten von 30.000, 50.000 oder 70.000 FCFA. Hinzu kamen 10.000 FCFA für Instandhaltung oder gemeinsame Gebäudekosten. ENPIGE stellte eine Zahlungsbescheinigung für das Regierungsnotariat oder das Justizministerium aus. Die gemeldete Laufzeit betrug mehr als 30 Jahre. Prüfen Sie daher vor einer Planung die heutige Umsetzung. Bei Wohnverhältnissen macht die Dokumentation einen großen praktischen Unterschied. Unter Haushalten, die Eigentum oder einen laufenden Kauf meldeten, hatten 66,0 % keinen Nutzungs- oder Eigentumsnachweis, 22,6 % einen eingetragenen Eigentumstitel, 7,5 % einen Kaufvertrag, 2,3 % eine Quittung oder Rechnung und 1,6 % einen Sozialwohnungsvertrag. Der Anteil ohne Dokumente lag auf dem Festland bei 75,1 % und in ländlichen Gebieten bei 87,1 %. Das Registro de la Propiedad y Mercantil ist für die Eintragung von Immobilien zuständig. Nach Angaben des Ministeriums gehören Kaufvertrag, Lageplan, Vermessungsbescheinigung, Ausweis oder Reisepass von Käufer und Verkäufer sowie der Eigentumstitel des Verkäufers zu den Eintragungsunterlagen. Die gemeldete Frist von drei Arbeitstagen für die Ausstellung eines Titels in Malabo ist ein historischer oder örtlicher Richtwert und sollte vor einer Planung bestätigt werden. Grundstücke können in Privateigentum stehen oder zum Staatsvermögen gehören. Eine Weltbankstudie von 2019–20 berichtete, dass ausländischer Grunderwerb eine Genehmigung des Präsidenten erforderte und der Zugang auf ein emphyteutisches Erbbaurecht von höchstens 99 Jahren beschränkt sein konnte. Bei Kauf oder langfristiger Nutzung durch ausländische Staatsangehörige ist eine aktuelle Rechtsprüfung nötig. In Malabo kann ein Bauantrag einen Projektbericht, eine Grundstücksvermessung, einen Kostenplan, einen Bauplan, einen Eigentumstitel oder eine Bescheinigung einer Comunidad de Vecinos oder eines Consejo de Poblado, eine Prüfung durch die Secretaría Técnica del Ayuntamiento, eine Ortsbesichtigung, die Zahlung der festgesetzten Gebühr und eine vom Bürgermeister unterzeichnete Genehmigung umfassen. Ordinanza Fiscal 4/2018 nannte Sätze von 1 % für Staatsangehörige bei gemeinnützigen Vorhaben, 2 % für ausländische Staatsangehörige bei gemeinnützigen Vorhaben und für gewinnorientierte Vorhaben von Staatsangehörigen sowie 2,5 % für gewinnorientierte Vorhaben ausländischer Staatsangehöriger. Andere Gemeinden können andere Sätze anwenden. Wohnqualität und Versorgung sind ebenfalls unterschiedlich. 2022–23 meldeten 45,8 % der Haushalte undichte Dächer, 27,4 % beschädigte Türen oder Fenster und 13,4 % Überbelegung. Die Überbelegung lag auf den Inseln bei 19,5 % und in Städten bei 17,0 %. Landesweit hatten 74,5 % Zugang zu öffentlichem Strom; 24,5 % nutzten Buschlampen. In Städten und auf den Inseln lag der Zugang zum öffentlichen Netz bei 95,0 %, auf dem Land bei 61,0 %. Die wichtigsten Wasserquellen waren öffentliche Zapfstellen mit 46,8 %, Quellen, Flüsse oder Seen mit 21,6 % und private Brunnen mit 20,8 %. Rund 89,9 % der Haushalte mussten Wasser holen; 87,9 % meldeten, ihr Trinkwasser nicht aufzubereiten. Mietverhältnisse sollten schriftlich festgehalten werden. Im Vertrag sind die Parteien und ihre Berechtigung zur Vermietung, das Objekt, die Laufzeit, die Miete, Zahlungsnachweise, Kaution, Versorgungsleistungen, Reparaturen und Kündigungsbedingungen sowie die Übergabe zu regeln. Die geprüften Quellen ergaben weder eine aktuelle landesweite Mietpreisordnung noch eine Kautionsobergrenze oder eine spezielle Wohnungsombudsstelle. Halten Sie bei der Übergabe Schlüssel, Zählerstände, Kaution, vorhandene Schäden und vereinbarte Reparaturen fest. Streitigkeiten können örtliche Rechtsberatung und das zuständige Gericht erfordern, da kein landesweit einheitlicher Weg für Wohnungsstreitigkeiten bestätigt wurde.
Wohnen in Äquatorialguinea
In Äquatorialguinea gibt es selbst gebaute, gemietete, geerbte und überlassene Wohnungen. Viviendas sociales und Selbstbau eröffnen weitere Wege zum Wohnen. Die Wohnverhältnisse unterscheiden sich zwischen dem Festland und den Inseln sowie zwischen Stadt und Land. Vielen Haushalten fehlen Eigentums- oder Nutzungsnachweise. Prüfen Sie deshalb Eigentumstitel, Vertrag, Versorgung und Zustand.
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