Ein Heimtier ist ein Tier, das zur Gesellschaft, zum Schutz, zur Unterstützung oder aus persönlichem Interesse gehalten wird. Für private Haustierhaltung gibt es in Guyana kein bestätigtes einheitliches landesweites Registrierungs- oder Lizenzsystem. Der formelle Rahmen wird durch örtliche Vorschriften, kommunale Tierauffangstellen, private Tierärzte, Tierheime und Nichtregierungsorganisationen ergänzt. Daher können Dienste und Verfahren je nach Gebiet unterschiedlich sein. Der Animal Welfare Act 2018 behandelt unnötige Schmerzen und Grausamkeit, geeignete Lebensbedingungen, Gesundheits- und Sicherheitsrisiken, kontrollierte Fortpflanzung sowie die Verantwortung für Nachwuchs und die damit verbundenen Kosten. Das Gesetz wurde am 7. September 2018 veröffentlicht; die Recherche fand jedoch keine aktuelle ministerielle Anordnung, die es in Kraft setzt. Die konkrete Durchsetzbarkeit einzelner Bestimmungen sollte daher bei der zuständigen Behörde bestätigt und nicht allein aus der Veröffentlichung des Gesetzes abgeleitet werden. Zuständig ist die Leitung der Animal Health Unit oder eine bevollmächtigte Amtsperson. Halter sollten angemessenes Futter, sauberes Wasser, Unterkunft, geeignete Bedingungen, tierärztliche Versorgung und eine humane Behandlung sicherstellen. Sie sollten die Bewegungsfreiheit bei Bedarf einschränken, um Verletzungen, Krankheiten oder Gefahren für Menschen und andere Tiere zu vermeiden. Eine verlässliche landesweite Gebührenübersicht für die gewöhnliche tierärztliche Versorgung oder Haustierhaltung gibt es nicht. Private Kosten hängen vom Tier, der Behandlung, dem Anbieter und der Region ab. Ein registrierter Tierarzt sollte sie im Voraus bestätigen. Bewahre Impf- und Gesundheitsunterlagen auf, nutze Parasitenkontrolle und wende dich bei Krankheit an einen registrierten Tierarzt oder die GLDA. Eine verlässliche landesweite Routineimpfpflicht für jedes privat gehaltene Tier wurde nicht festgestellt, auch wenn es Programme zur Tollwutimpfung und -bekämpfung gibt. Die Guyana Livestock Development Authority (GLDA) reguliert Tiergesundheit, Tierarzneimittel sowie Tierimporte und -exporte. Das Ministry of Agriculture veröffentlicht ein Verzeichnis registrierter Tierärzte. Die Veterinary Services der GLDA sind unter 220-6557 erreichbar. Es gibt keine Belege dafür, dass tierärztliche Versorgung und die übliche Unterstützung für Tierhalter überall in Guyana gleichermaßen verfügbar sind. Für Zucht und gewerblichen Verkauf gelten zusätzliche Anforderungen. Wer mindestens drei Heimtiere zum Verkauf züchtet, benötigt vor Zuchtbeginn die Genehmigung der zuständigen Behörde und muss als Züchter registriert sein. Eine Tierhandlung, die Heimtiere verkauft, benötigt eine Zulassung, darf nur Tiere aus einem registrierten Betrieb verkaufen, muss geschultes Verkaufspersonal einsetzen und schriftliche Pflegehinweise bereitstellen. Nach dem genannten Rechtsrahmen ist der Verkauf eines Heimtiers an Personen unter 18 Jahren verboten. Diese Anforderungen betreffen gewerbliche Tätigkeiten und begründen keine allgemeine landesweite Haustierlizenz für die private Haltung. Stadt- und Distrikträte können Tierhaltung und Tierbewegungen regulieren sowie Tierauffangstellen einrichten. Streunende Tiere auf privatem oder öffentlichem Grund können von Haltern, der Polizei, der Stadt- oder Landpolizei sowie örtlichen Verwaltungsbeamten zu einer kommunalen Tierauffangstelle gebracht werden. Für Georgetown gelten zusätzliche Control of Stray Dogs By-Laws. Die örtliche Praxis sollte geprüft werden, da diese Regeln keine identische Abdeckung in ganz Guyana belegen. Wer ein Tier verliert, muss den Verlust nach Abschnitt 36 des Animal Welfare Act innerhalb von drei Tagen einem Tierheim melden. Auch wer ein vermutlich ausgesetztes oder verlorenes Tier findet, sollte ein Tierheim informieren. Ein Tierheim kann das Tier abholen, unterbringen und füttern, tierärztliche Behandlung veranlassen, ein Register führen und Informationen über verlorene oder ausgesetzte Tiere veröffentlichen. Für die Rückgabe können Unterbringungs- und Fütterungskosten anfallen. Wird das Tier innerhalb von 15 Tagen nicht abgeholt, kann das Tierheim es verkaufen oder eine Pflegestelle organisieren. Wird es innerhalb von 60 Tagen weder zurückgegeben noch verkauft oder in Pflege vermittelt, kann nach dem genannten Rahmen eine humane Einschläferung möglich sein. Ein einheitliches landesweites Tierheimsystem wurde nicht eingerichtet. Die GSPCA Animal Clinic and Shelter und die Rosewood Foundation Guyana bieten nachweislich Tierheim- oder Vermittlungsleistungen an; Aufnahmebedingungen, Verfügbarkeit und Kosten müssen direkt bestätigt werden. Wildtiere sind keine gewöhnlichen Haustiere. Für sie gelten der Wildlife Conservation and Management Act und die Guyana Wildlife Conservation and Management Commission. Seit 2022 ist es verboten, Kapuzineraffen oder Brüllaffen als Haustiere zu verkaufen oder zu halten. Bereits vorhandene Tiere müssen bei der Guyana Wildlife Conservation and Management Commission registriert und mit einem Mikrochip versehen werden. Vor Anschaffung oder Haltung eines Wildtiers sollte die erforderliche Genehmigung bestätigt werden. Für die Einfuhr eines Hundes oder einer Katze nach Guyana sind eine Einfuhrgenehmigung der GLDA, Gesundheits- und Impfnachweise, ein Gesundheitszeugnis der Veterinärbehörde des Herkunftslandes, eine Mitteilung an die Animal Health Unit mindestens 24 Stunden vor Ankunft sowie eine tierärztliche Untersuchung am Einreisehafen erforderlich. Die Genehmigung gilt in der Regel für eine einmalige Einreise und drei Monate; eine Quarantäne kann auf Kosten des Importeurs erforderlich sein. Bei Einhaltung der Vorschriften ist eine Landeerlaubnis erforderlich. Die veröffentlichte Bearbeitungszeit beträgt etwa drei Arbeitstage. Hunde müssen mindestens vier Monate alt, gechippt und gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parainfluenza und Parvovirose geimpft sein. Katzen benötigen vollständige Impfungen gegen Calicivirus, feline Panleukopenie und Rhinotracheitis. Hunde und Katzen müssen gesund und frei von ansteckenden Krankheiten sein, die einschlägigen Anforderungen an Herkunft und Seuchenstatus der letzten sechs Monate erfüllen, sofern erforderlich mindestens einen Monat vor Ausfuhr eine Tollwutimpfung erhalten und 72 Stunden vor Ausfuhr gegen innere und äußere Parasiten behandelt werden. Die veröffentlichte Gebühr für die Einfuhrgenehmigung beträgt G$20.000 pro Katze oder Hund. Quarantäne- und weitere Gebühren können hinzukommen. Die Gebühren sollten bei der GLDA oder Guyana Revenue Authority erneut bestätigt werden, da sich Gebührenordnungen ändern können. Für die Durchreise durch Trinidad und Tobago ist eine gesonderte Transitgenehmigung erforderlich; ihre Bearbeitung dauert gewöhnlich etwa vier Arbeitstage. Guyana verlangt eine Benachrichtigung mindestens vier Arbeitstage im Voraus, untersagt das Entladen auf den Boden, verlangt, dass Abfälle an Bord bleiben, und schreibt die IATA-Regeln für Tiertransporte sowie Kontrollen bei der tierärztlichen Ankunft vor. Die Transitgenehmigung gilt in der Regel für eine einmalige Durchreise und 14 Tage. Für die Ausfuhr eines Haustiers sind eine Ausfuhrgenehmigung, eine Gesundheitsuntersuchung, die Einhaltung der Einfuhrvorschriften des Ziellandes, Gesundheitsunterlagen und Untersuchungsergebnisse erforderlich. Hunde und Katzen benötigen in der Regel 30 Tage vor der Reise eine Tollwutimpfung und möglicherweise einen Titer-Test. Das International Export Health Certificate wird mit einer ungefähren Bearbeitungszeit von vier Arbeitstagen veröffentlicht und erfordert die entsprechenden Unterschriften von Tierarzt und GLDA. Zusätzlich gelten die Vorschriften der Fluggesellschaft und des Ziellandes.
Haustierhaltung in Guyana
Zur verantwortungsvollen Haustierhaltung in Guyana gehören Pflege, Gesundheit, Transport, Verkauf und Abgabe von Heimtieren. Die Zuständigkeiten verteilen sich auf den Animal Welfare Act 2018, die Guyana Livestock Development Authority, Gemeinderäte, Tierarztpraxen, Tierheime und Tierschutzorganisationen. Halter müssen Futter, Wasser, Unterkunft, artgerechte Behandlung, Gesundheitsversorgung und kontrollierte Fortpflanzung sicherstellen und zugleich die örtlichen Vorschriften ihres Gemeindegebiets prüfen.
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