Der Straßenverkehr ist das Rückgrat der Mobilität in Honduras. Zum öffentlichen Verkehr gehören Busse, Kleinbusse, rapiditos, Taxis, Sammeltaxis und Mototaxis. Das Honduranische Institut für Landverkehr (Instituto Hondureño de Transporte Terrestre, IHTT) regelt Konzessionen, Betriebserlaubnisse, technische und physische Kontrollen, Betriebsgenehmigungen, Fahrpreise und Fahrpläne. Eine Betriebsgenehmigung (Certificado de Operación) nennt unter anderem Verbindung, Bedienungsgebiet, Betriebszeiten, Fahrplan, Fahrpreis, Fahrzeug- und Sitzplatzdaten sowie Gültigkeit. Betreiber benötigen eine Zulassung des IHTT; kommunale Regeln können ebenfalls gelten. Je nach Verbindung nutzen Fahrgäste Haltestellen oder Busbahnhöfe. San Pedro Sula ist ein wichtiger Busknotenpunkt; Tegucigalpa und Comayagüela sind besonders von Staus und Verkehrsampelsteuerung betroffen. Fahrpreise richten sich nach Verbindung und Dienstart und werden vom IHTT genehmigt. Eine landesweit einheitliche Plattform für Fahrpläne oder Fahrpreise ist nicht dokumentiert. Die Bearbeitungszeit für Genehmigungen hängt vom Einzelfall und vollständigen Unterlagen ab, da das IHTT keine einheitliche Frist nennt. Private Autos und Motorräder spielen im Stadtverkehr und auf längeren Strecken eine zentrale Rolle. Die Nationale Direktion für Straßen und Verkehr (Dirección Nacional de Vialidad y Transporte, DNVT) und die Nationale Polizei (Policía Nacional) kontrollieren Führerscheine, Fahrzeugpapiere, Kennzeichen, technische Anforderungen und Sicherheitsvorschriften. Für einen erstmaligen Führerschein für leichte Fahrzeuge oder Motorräder beträgt das grundlegende Mindestalter 18 Jahre. Je nach Verfahren benötigen Antragsteller einen honduranischen Identitätsausweis oder eine Aufenthaltserlaubnis, Lese- und Schreibkenntnisse sowie medizinische, psychologische und augenärztliche Untersuchungen mit Theorie- und Praxisprüfung. Für Personen- oder Güterbeförderung gelten in der Regel ein Mindestalter von 25 Jahren, mindestens abgeschlossene Grundschulbildung, ein Spezialkurs bei INFOP und eine zusätzliche Prüfung. Ausländische Staatsangehörige benötigen einen gültigen Führerschein ihres Herkunftslandes; die Anerkennung richtet sich nach Gegenseitigkeit oder einem Abkommen. Das Straßennetz umfasst städtische, ländliche und Nebenstraßen. Laut Programmstand 2023 waren etwa 76,76 % des Netzes unbefestigt; für Nebenstraßen wurde ein Entwicklungsziel von 6.500 Kilometern genannt. Die Korridore CA-4, CA-5 und CA-13 tragen einen großen Teil des überregionalen Verkehrs. San Pedro Sula ist ein logistischer Engpass. 2025 wurde die Sanierung der CA-13 auf den 174 Kilometern zwischen La Ceiba und Puerto Castilla einschließlich Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und Klimaresilienz genehmigt. Internationale Bus- und Güterverbindungen verlaufen durch Guatemala, El Salvador und Nicaragua. Die Nationale Zollbehörde (Aduanas) wickelt die Grenz-, Hafen- und Flughafenabfertigung ab und unterscheidet zwischen Güterverkehr, leichten Fahrzeugen und Personenverkehr. Ein regelmäßiger nationaler Personenbahnverkehr ist derzeit nicht dokumentiert. FNH besteht als Eisenbahninstitution; laut einem Bericht vom September 2025 erzielte der Personenverkehr seit 2020 keine Betriebseinnahmen mehr, weil Lokomotiven stillgelegt oder beschädigt waren. Strecken wurden repariert. Cuero y Salado ist ein begrenztes touristisches Sanierungsprojekt. Im Alltag ersetzen Busse, Autos und Taxis die Bahn; örtlich kommen Fähren und Flugzeuge hinzu. Die Luftfahrtbehörde AHAC führt unter anderem Toncontín in Tegucigalpa, Palmerola, Ramón Villeda Morales, Golosón und Juan Manuel Gálvez als internationale Flughäfen auf. Sie ist für Lizenzen, Navigation, Zertifizierung sowie Flug- und Passagierstatistiken zuständig. Verfügbarkeit, Gebühren und Einstiegsregeln richten sich nach Strecke, Fluggesellschaft und Flughafenbetreiber. Die Nationale Hafengesellschaft (Empresa Nacional Portuaria, ENP) betreibt unter anderem Puerto Cortés und San Lorenzo; San Lorenzo bietet direkten Zugang zum Pazifik. Fähren und Flüge sind wichtige Verkehrsmittel zu den Bay Islands. Laut Betreiber verkehren zwischen La Ceiba und Roatán üblicherweise etwa zwei Fähren täglich je Richtung. Die reguläre Überfahrt dauert ungefähr 1,5 Stunden; eine einfache Fahrkarte kostet etwa 30 bis 31 US-Dollar, First Class etwa 31 bis 35 US-Dollar. Fahrpläne und Preise können sich saisonal oder je nach Betreiber ändern; der Check-in soll mindestens eine Stunde vor Abfahrt erfolgen. Radfahren und zu Fuß gehen gehören rechtlich und praktisch zum Verkehrssystem, hängen aber stark von der örtlichen Straßenumgebung ab. Ein zusammenhängendes landesweites Radwegenetz ist nicht dokumentiert. Gemeinden schaffen an einzelnen Orten Querungen, Ampeln und Fußgängerbereiche; bei neuen Projekten von SIT und Weltbank zählen Gehwege, sichere Haltestellen, Barrieren und Infrastruktur für Zwei- und Dreiräder zu den Maßnahmen. Öffentliche Straßen können grundsätzlich kostenlos genutzt werden; Sicherheit und Infrastruktur unterscheiden sich regional erheblich. Die AMDC führt in Tegucigalpa und Comayagüela gezielte Maßnahmen für Fußverkehr, Ampeln und Straßenraum durch. Der Straßenverkehr verursacht den größten Anteil der verkehrsbedingten Emissionen, Luftverschmutzung, Lärmbelastung, Flächennutzung und Staus. Weltbankprojekte verbinden daher Verkehrssicherheit mit besserer Luftqualität, geringeren Treibhausgasen, aktiver Mobilität, klimaresilienter Entwässerung und Wildtierquerungen. Laut Weltbank sind mehr als 60 % des Straßennetzes Naturgefahren ausgesetzt. Elektrofahrzeuge und elektrisch betriebener öffentlicher Verkehr werden entwickelt; eine umfassende landesweite Strategie ist nicht dokumentiert.
Verkehr in Honduras
Der Verkehr in Honduras stützt sich im Alltag hauptsächlich auf Straßen. Busse, schnelle Kleinbusse (rapiditos), Taxis, Sammeltaxis, Mototaxis, private Fahrzeuge und Motorräder verbinden Städte und ländliche Regionen. Der öffentliche Verkehr ist formal zugelassen, aber landesweit nicht auf einer gemeinsamen Plattform mit einheitlichen Fahrplänen und Fahrpreisen gebündelt. Fähren und Flüge ergänzen den Straßenverkehr zu den Inseln.
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