Kultur in Israel

Die Kultur in Israel vereint jüdische, arabische, muslimische, christliche, drusische und beduinische Erfahrungen sowie die Erfahrungen vieler Einwanderer. Sprache, Religion, Familiengeschichte, Essen, Musik und die örtliche Gemeinschaft prägen den Alltag stark. Bräuche unterscheiden sich erheblich, daher ist Neugier hilfreicher, als von einer einzigen israelischen Lebensweise auszugehen.

Lebensphasen

Lebensphasen in Israel werden von Familie, Bildung, Gemeinschaft, Religion und persönlichen Entscheidungen geprägt. Jüdische, muslimische, christliche, drusische, säkulare und andere Familien können das Aufwachsen unterschiedlich gestalten. Schule, Dienst, Arbeit, Partnerschaft, Elternschaft und höheres Alter folgen nicht für alle demselben Weg.

Geschichte

Die Geschichte Israels umfasst antike Zivilisationen, die jüdische Verbundenheit mit dem Land, die arabische und palästinensische Geschichte, aufeinanderfolgende Imperien, modernen Nationalismus, Migration, Krieg und Staatsbildung. Der Staat Israel wurde 1948 gegründet – ein Ereignis, das israelische Jüdinnen und Juden als Unabhängigkeit erinnern und Palästinenserinnen und Palästinenser durch die Nakba, also die Katastrophe. Das Verständnis gemeinsamer und gegensätzlicher Erinnerungen ist entscheidend.

Kunst

Kunst in Israel umfasst bildende Kunst, Musik, Literatur, Theater, Tanz, Film, Design, Kunsthandwerk und Street Art. Jüdische, palästinensisch-arabische, drusische, beduinische, eingewanderte, religiöse und säkulare Kunstschaffende bringen unterschiedliche Sprachen und Erfahrungen ein. Ihre Werke befassen sich häufig mit Ort, Erinnerung, Identität, Glauben, Konflikt und dem Alltag.

Religion

Religion in Israel prägt Kalender, Ernährung, Familienleben, Kleidung, Bildung, den öffentlichen Raum und Vorstellungen vom Land. Das Judentum ist zentral für die Identität des Staates, daneben sind auch der Islam, das Christentum, der drusische Glaube, der Bahá’í-Glaube und andere Traditionen vertreten. Die Menschen reichen von streng gläubig bis säkular, mit vielen Positionen dazwischen.

Sprache

Hebräisch, oft Ivrit genannt, ist die wichtigste Sprache des öffentlichen Lebens in Israel, während Arabisch eine tief verwurzelte lokale Sprache mit besonderem öffentlichem Status ist. Englisch wird in vielen Bereichen des Besuchs, der Wirtschaft, der Wissenschaft und der digitalen Kommunikation häufig verwendet, und Einwanderergemeinschaften sprechen viele weitere Sprachen. Die Wahl der Sprache kann Identität, Zugehörigkeit, Zweckmäßigkeit oder Respekt ausdrücken.

Traditionen

Traditionen in Israel entstehen aus jüdischem, muslimischem, christlichem, drusischem und beduinischem Leben sowie aus dem Leben von Einwanderern, Regionen, Familien und der Zivilgesellschaft. Sie prägen Mahlzeiten, Feiertage, Kleidung, Musik, Trauer, Gastfreundschaft und den Wochenrhythmus. Dieselbe Tradition kann für eine Person religiös, für eine andere kulturell und für eine dritte unbedeutend sein.

Zusammenleben

Zusammenleben in Israel bedeutet, dass jüdische und arabische Staatsbürger, viele religiöse Gemeinschaften, Einwanderer, Minderheiten und Menschen mit unterschiedlichen politischen Ansichten Institutionen und öffentliche Räume teilen. Im Alltag gibt es häufig Zusammenarbeit an Arbeitsplätzen, in Krankenhäusern, Universitäten, Geschäften und Nachbarschaften, aber auch Trennung und ungleichen Zugang. Zusammenleben wächst durch faire Regeln, wiederholte Begegnungen, Sprachkenntnisse und Respekt vor unterschiedlichen Erinnerungen.

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