Das öffentliche Institut für Beschäftigung und Berufsbildung (Instituto do Emprego e Formação Profissional) organisiert Berufsbildung unter anderem über die Zentren für Beschäftigung und Berufsbildung (Centros de Emprego e Formação Profissional). Öffentliche und private akkreditierte Anbieter sowie technische Schulen bieten ebenfalls Kurse an; Anbieter benötigen eine gültige Zulassung (Alvará). Die Programme folgen dem Nationalen Qualifikationskatalog (Catálogo Nacional de Qualificações), dem Nationalen Qualifikationsrahmen (Quadro Nacional de Qualificações) und kompetenzorientierten modularen Lehrplänen. Eine Berufsausbildung kann zu einem Berufsqualifikationszertifikat (Certificado de Qualificação Profissional) führen, wenn alle zugewiesenen Module abgeschlossen sind. Einzelne Module ermöglichen einen schrittweisen Einstieg und ein modulares Zertifikat. Der Unterricht verbindet theoretische und praktische Einheiten und kann eine praktische Ausbildung in einem realen Arbeitsumfeld (prática em contexto real de trabalho) oder ein estágio umfassen. Dauer, Plätze, Termine, Zulassungsvoraussetzungen und Gebühren hängen vom Kurs, Qualifikationsniveau, der Insel und dem zuständigen CEFP ab. Aktuelle Programme des IEFP dauerten beispielsweise sechs bis 14 Monate. Je nach Kurs kann der Anbieter einen gültigen Identitätsnachweis, einen Schulnachweis, ein Passfoto, ein Führungszeugnis oder einen Aufnahmetest verlangen. Die monatliche Kursgebühr (propina) wird vom IEFP für jeden Kurs festgesetzt und vor Beginn veröffentlicht. Sie ist in der Regel bis zum fünften Arbeitstag zu zahlen; in bestimmten Fällen sind Ermäßigungen oder Befreiungen möglich. Eine Finanzierung gilt nicht automatisch für alle Teilnehmenden. Ein Zertifikat kostet bei der Erstausstellung 1.000 CVE und bei der Zweitausstellung 1.300 CVE; eine Bescheinigung (declaração) kostet 1.000 CVE. Das Zertifikat nennt unter anderem das Qualifikationsniveau, die Stundenzahl, das Berufsfeld und die abgeschlossenen Module. Im Rahmen der beruflichen Anerkennung, Validierung und Zertifizierung von Kompetenzen (RVCC Profissional) können Personen ab 25 Jahren mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung nachweisen lassen, dass nicht formell oder informell erworbene Kompetenzen anhand bestehender CNQ-Referenzen zertifiziert werden. Nach Abschluss einer Berufsausbildung kann ein betriebliches Berufspraktikum (estágio profissional empresarial) den Übergang in Beschäftigung unterstützen, begründet aber keinen automatischen Anspruch auf ein Stellenangebot. Ausländische Berufsqualifikationen werden über das Anerkennungsverfahren CNEP (CNEP) und das Anerkennungsverfahren UC-SNQ (UC-SNQ) anerkannt. Ein Antrag über das Portal KREMAIS (KREMAIS) kann das Originalzertifikat, Angaben zu Unterrichtsstunden und Modulen, Ausbildungsnachweise und gegebenenfalls eine beglaubigte Übersetzung erfordern.
Berufsausbildung in Cabo Verde
Die Berufsausbildung in Cabo Verde vermittelt Kenntnisse und praktische Fertigkeiten für einen bestimmten Beruf oder ein Berufsfeld. Zu den verfügbaren Wegen gehören die berufliche Erstausbildung (Formação Profissional Inicial), modulare Qualifikationen, technische Bildung und die Anerkennung bereits erworbener Kompetenzen. Ein landesweit einheitlicher dualer Ausbildungsweg mit festem Ausbildungsentgelt ist nicht belegt. Praktische Ausbildung kann dennoch Berufserfahrung oder ein Praktikum (estágio) umfassen.
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