Landwirtschaft, Viehhaltung, Fischerei, Forstwirtschaft und Agrarverarbeitung sind wichtige Berufsfelder, besonders in ländlichen Gebieten und regionalen Wirtschaften. In Städten sind Verwaltung, Bildung, Gesundheit, Handel, Verkehr, Gastgewerbe, persönliche Dienstleistungen, Informations- und Kommunikationstechnologie, Finanzwesen und private Dienstleistungen stark vertreten. Handwerk und Bau umfassen Maurer-, Sanitär-, Elektro- und Schweißarbeiten, Nähen, Friseurhandwerk und Fahrzeugreparatur. Bergbau, Energie und Telekommunikation bieten ebenfalls spezialisierte Tätigkeiten. Ein Beruf kann über eine Werkstatt oder eine Meisterhandwerkerin beziehungsweise einen Meisterhandwerker, Lernen am Arbeitsplatz, eine Lehre oder ein qualifizierendes Programm erlernt werden. Berufsausbildungszentren, bekannt als CFP, können öffentlich oder privat sein und Qualifizierungs-, Lehr- und Weiterbildungsprogramme anbieten. Dauer, Zulassungsbedingungen, Gebühren, Werkzeuge, Fahrt- und Prüfungskosten richten sich nach Programm, Ort, Anbieter und Beruf. FAFPA kann abhängig vom Programm und den Zugangsbedingungen technische oder finanzielle Unterstützung für bestimmte Programme leisten. Die Nationale Arbeitsagentur ANPE bietet Stelleninformationen, Beratung, Vermittlung, Unterstützung bei selbstständiger Arbeit und Wiedereingliederungsdienste, garantiert aber keine Beschäftigung. APEJ fördert unter anderem Praktika, Lehren, Umschulungen, Unternehmertum und Projektfinanzierung. Eine Ausschreibung der APEJ aus dem Jahr 2026 richtete sich an Personen zwischen 15 und 40 Jahren und akzeptierte Qualifikationen vom CAP bis zum Doktorat; für diese Ausschreibung war landesweite Verfügbarkeit erforderlich. Das berufliche Ausbildungspraktikum dauert 12 Monate, kann nicht verlängert werden und begründet kein Arbeitsverhältnis. Zu den verbreiteten Abschlüssen zählen CAP, BT, BTS oder DUT auf ungefähr Bac+2-Niveau, Licence auf Bac+3-Niveau und Master auf Bac+4-Niveau. Erforderliche Qualifikation und Dauer hängen vom Beruf und Programm ab; es gibt keinen einheitlichen nationalen Standard für alle Berufe. Ein Hochschul- oder Technikstudium, ein Praktikum, eine Auswahlprüfung, berufliche Registrierung oder Zulassung können ebenfalls erforderlich sein. Ausländische Abschlüsse benötigen möglicherweise eine nationale Anerkennung, bevor sie den Zugang zu einem reglementierten Beruf ermöglichen. Für Berufe im öffentlichen Dienst ist im Allgemeinen ein Auswahlverfahren mit einer offiziellen Stellenausschreibung erforderlich. Die allgemeinen Regeln für den öffentlichen Dienst sehen eine Probezeit von mindestens 18 Monaten vor. Eine Referenz zur Stellenbesetzung im Haushalt 2025 verzeichnete 43.104 Bewerber für 824 Stellen; 674 wurden zugelassen und 150 Stellen blieben unbesetzt. Das zeigt, dass dieser Zugang sehr selektiv sein kann. Für private und vertragliche Beschäftigung gilt Malis Arbeitsgesetzbuch. Es regelt Verträge, Vergütung, Arbeitszeit, Nachtarbeit, Ruhezeiten, Urlaub, Gesundheit und Sicherheit, Streitbeilegung und Gewerkschaftsrechte. Staatsbedienstete, Richter und die Streitkräfte fallen nicht in dessen Geltungsbereich und unterliegen eigenen Regeln. Informelle Arbeit bietet häufig weniger beständige Einkommen, Arbeitszeiten, Schutz, Anerkennung und Zugang zu Finanzierung als formelle Beschäftigung. Berufliche Pflichten ergeben sich außerdem aus Kompetenzgrenzen, Sicherheitsvorschriften, ethischen Anforderungen und in manchen Bereichen aus Registrierung oder Zulassung. Für Gesundheitsberufe können ein anerkannter Abschluss oder Titel, eine Genehmigung und die Einhaltung der Regeln einer Berufskammer erforderlich sein; unerlaubte Berufsausübung kann strafrechtliche Folgen haben. Für Architektur sind ein staatlich oder von CAMES anerkannter Abschluss, mindestens fünf Studienjahre nach dem Baccalauréat, ein bezahltes Praktikum von 24 Monaten und die Registrierung bei der Berufskammer erforderlich; eine staatliche Zulassung kann hinzukommen. Für Buchhaltung kann die Eintragung in die zuständige Berufskammer, ein Eid und berufliche Verschwiegenheitspflicht erforderlich sein. Diese Anforderungen unterscheiden sich von den allgemeinen Zugangswegen für Handwerksberufe und gelten nicht automatisch für jeden Beruf. Berufswege können von einer Lehre über einen Abschluss in eine handwerkliche Tätigkeit oder Selbstständigkeit und später zur eigenen Werkstatt oder Firma führen. Ein anderer Weg führt vom CFP in ein Praktikum oder eine Arbeitsvermittlung und danach in eine angestellte oder selbstständige Tätigkeit. Technische Diplome können zu Techniker- oder Aufsichtsfunktionen führen; Hochschulabschlüsse können berufliche, leitende oder öffentliche Laufbahnen ermöglichen. Fortbildung, Umschulung und Anerkennung ausländischer Qualifikationen können die Möglichkeiten im Laufe der Zeit verändern. Eine Erhebung aus dem Jahr 2021 meldete 321 akkreditierte CFP, von denen 194 funktionsfähig waren, und stellte fest, dass 86,5 % der Lernenden private CFP besuchten. Diese Zahlen sind historisch und dürfen nicht als aktuelle landesweite Gesamtzahlen verstanden werden.
Berufe in Mali
Zu den Berufen in Mali zählen Tätigkeiten in Landwirtschaft, Viehhaltung, Fischerei, Handwerk, Bau, Handel, Dienstleistungen, öffentlichem Dienst und hochqualifizierten Bereichen. Der Zugang erfolgt über formale Ausbildung, Lehre, Lernen am Arbeitsplatz, ein Hochschulstudium, Auswahlverfahren oder selbstständige Arbeit. Zugang, Arbeitsbedingungen und berufliche Pflichten unterscheiden sich stark zwischen informellen Tätigkeiten, privater Beschäftigung und reglementierten Berufen.
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