Zu den frühen Gemeinschaften auf dem Gebiet des heutigen Moldaus gehörten vorgeschichtliche Gesellschaften sowie Bevölkerungsgruppen, die mit den Dakern und der römischen Welt verbunden waren. Im Mittelalter wurde ein großer Teil des Gebiets Teil des Fürstentums Moldau, das sich zwischen den Karpaten, dem Pruth und dem Dnister entwickelte. Seine politische Geschichte war von Beziehungen zu Polen-Litauen, Ungarn, dem Osmanischen Reich und benachbarten Fürstentümern geprägt. Das Fürstentum stand unter osmanischer Oberhoheit und behielt zugleich seinen eigenen Herrscher und seine eigenen Institutionen. 1812 annektierte das Russische Reich nach einem Krieg mit dem Osmanischen Reich Bessarabien, das Gebiet zwischen Pruth und Dnister. 1918 stimmte der als Sfatul Țării bekannte Regierungsrat für den Anschluss an Rumänien; Bessarabien gehörte bis 1940 zum rumänischen Staat. Danach gliederte die Sowjetunion Bessarabien in die Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik ein. Das Gebiet östlich des Dnisters war zuvor bereits mit der Moldauischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik innerhalb der Sowjetukraine verbunden worden. Die sowjetische Herrschaft veränderte Siedlungsmuster, Sprachpolitik, Industrie und öffentliche Einrichtungen. Moldau erklärte am 27. August 1991 seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Der Konflikt am linken Dnisterufer im Jahr 1992 führte in Transnistrien zu einer De-facto-Separatistenverwaltung, deren politischer Status umstritten bleibt. Gagausien wurde 1994 zu einer autonomen Gebietseinheit innerhalb der Republik Moldau. Diese regionalen Erfahrungen zeigen, dass sich Moldaus Geschichte nicht auf eine einzige, ununterbrochene nationale Erzählung reduzieren lässt. Archive, archäologische Funde, schriftliche Quellen, Denkmäler und mündliche Überlieferung stützen unterschiedliche Deutungen, insbesondere zu Souveränität, Identität, Sprache und zum Verhältnis zwischen moldauischer und rumänischer Geschichte.
Geschichte in Moldau
Die Geschichte Moldaus spiegelt den Wandel von Staaten, Grenzen und Identitäten zwischen Pruth und Dnister wider. Das Gebiet gehörte zum mittelalterlichen Fürstentum Moldau, zum Russischen Reich, zu Rumänien und zur Sowjetunion, bevor die Republik Moldau 1991 unabhängig wurde. Regionale Geschichten, darunter die von Transnistrien und Gagausien, bringen eigenständige politische und kulturelle Perspektiven ein.
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