Die Bevölkerungsdaten von 2020 für Menschen ab 15 Jahren verzeichneten 51,7 Prozent Buddhisten, 40,6 Prozent ohne Religionszugehörigkeit, 3,2 Prozent Muslime, 2,5 Prozent Anhänger von Бөө мөргөл oder Schamanismus, 1,3 Prozent Christen und 0,7 Prozent Angehörige anderer Religionen. Diese Zahlen beschreiben die angegebene Zugehörigkeit und erfassen nicht jede persönliche Praxis. Viele Menschen verbinden buddhistische und schamanistische Praktiken. Die meisten Kasachinnen und Kasachen in Bayan-Ölgii sind sunnitische Muslime; deshalb ist der muslimische Bevölkerungsanteil im Westen der Mongolei höher als in vielen anderen Landesteilen. Ulaanbaatar weist die größte Konzentration religiöser Einrichtungen auf, Zugangs- und Registrierungsbedingungen können örtlich jedoch variieren. Gandantegchenlin khiid, gewöhnlich Gandan genannt, ist die zentrale buddhistische Einrichtung. Moscheen sind besonders in Bayan-Ölgii vertreten. Außerdem gibt es protestantische Gruppen, die katholische Kirche, die russisch-orthodoxe Kirche, Jehovas Zeugen, Bahai-Gemeinschaften und Shinto-Gruppen. Eine einzelne staatliche Behörde, die alle Religionen vertritt, gibt es in der Mongolei nicht.
Religion in der Mongolei
Religion in der Mongolei umfasst Religionsgemeinschaften, persönlichen Glauben, Gottesdienste, Bildung, Feiertage, interreligiösen Dialog und Riten zu Lebensereignissen. Der Buddhismus ist die am häufigsten angegebene Religion und hat eine dominante historische und kulturelle Stellung; auch Islam, Schamanismus, Christentum und andere Glaubensrichtungen sind vertreten. Die Verfassung schützt Gewissens- und Religionsfreiheit. Religiöse Organisationen benötigen jedoch eine staatliche Registrierung, um als juristische Personen tätig zu sein.
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