Zu Mosambiks bedeutenden Naturräumen gehören Miombo- und Mopane-Wälder, andere Wälder, Savannen, Gebirge und Grasland, Flüsse und Überschwemmungsgebiete, das Sambesi-Delta, der Malawisee, Mangroven, Seegraswiesen, Korallenriffe, Inseln und Dünen. Nationale Erhebungen führen mehr als 6.000 Pflanzen- und mehr als 4.200 Tierarten auf; andere Erhebungen nennen etwa 5.500 Pflanzen, 220 Säugetiere und 690 Vogelarten. Erfasst wurden an Küsten und im Meer 194 Korallenarten, 9 Mangrovenpflanzenarten, 13 Seegrasarten, 5 Meeresschildkrötenarten, 18 Meeressäugerarten, 2.626 Meeresfischarten und 1.363 Weichtierarten. Die Zahlen beruhen auf verschiedenen Zeitpunkten und Methoden und sind nicht als einheitliches vollständiges nationales Inventar zu verstehen. Das Sistema Nacional das Áreas de Conservação (Nationales System der Schutzgebiete, SNAC) ist Mosambiks nationales Schutzgebietssystem. Die Administração Nacional das Áreas de Conservação (Nationale Verwaltung der Schutzgebiete, ANAC) koordiniert Planung und Verwaltung, den Schutz der biologischen Vielfalt, nachhaltige und partizipative Nutzung, Tourismuslizenzen, Rechtsdurchsetzung und Gemeinschaftsentwicklung. Zu den Schutzgebietskategorien zählen Parque Nacional (Nationalpark), Reserva Nacional (Nationalreservat), Reserva Especial (Sonderreservat), Área de Protecção Ambiental (Umweltschutzgebiet), Área de Conservação Comunitária (gemeinschaftliches Schutzgebiet), Coutada Oficial (offizielles Jagdgebiet), Jagdblöcke, fazendas do bravio (Wildtierfarmen), Pufferzonen und Meeres- oder Küstenschutzgebiete. Beispiele sind Maputo, Banhine, Bazaruto, Chimanimani, Gilé, Gorongosa, Limpopo, Mágoè, Quirimbas, Zinave, Marromeu, Pomene und Niassa. Grenzüberschreitende Gebiete sind unter anderem Grande Limpopo, Lubombo, Niassa-Selous und ZIMOZA. Angaben zum Schutzgebietsnetz sind nicht direkt vergleichbar: Laut einer Website der ANAC sind etwa 25 % des Landgebiets geschützt; Unterlagen von MAAP/ANAC aus 2025 nennen etwa 29 % der Landfläche und 4,6 % der Meeres- und Küstenfläche. Definitionen und Zeitpunkte unterscheiden sich; 2025 überprüfte ein CTRAC-Verfahren den Umfang des Netzes. Mosambik hat zwei Ramsar-Feuchtgebiete mit zusammen rund 4.534.872 Hektar; Quirimbas ist seit 2018 ein Biosphärenreservat. 2025 wurde der Maputo-Nationalpark Teil des grenzüberschreitenden Welterbegebiets iSimangaliso Wetland Park–Maputo National Park. Das Schutzgebietsgesetz 16/2014, geändert und neu veröffentlicht als Gesetz 5/2017, sowie die Verordnung im Dekret 89/2017 bilden den wichtigsten Rechtsrahmen für Schutzgebiete. Dekret 51/2024 betrifft die Umweltaufsicht. Für jedes Gebiet gelten ein Managementplan, Zonierung und Aktivitätsregeln. In Gebieten zur nachhaltigen Nutzung, Pufferzonen und Gemeinschaftsgebieten können Sammeln, Fischerei, Jagd oder andere Nutzungen erlaubt sein; eine Erlaubnis darf jedoch nicht pauschal angenommen werden. Es gibt kein allgemeines Recht auf kostenlosen Zutritt zu jedem Schutzgebiet. Die Parkverwaltung oder ANAC sollte Zutrittsbedingungen, Reservierungen, Aktivitätsgenehmigungen, Guides, Transport und aktuelle Tarife bestätigen. Gebühren sind landesweit nicht einheitlich. Wälder, Wildtiere, Biomasse, Nichtholz-Waldprodukte, gemeinschaftliche Nutzung, kontrollierte Jagd, Wiederherstellung und Naturtourismus gehören zum natürlichen Ressourcensystem Mosambiks. Ein Direito de Uso e Aproveitamento da Terra (Recht zur Nutzung und Nutznießung von Land, DUAT) betrifft Landnutzungsrechte und ersetzt für sich genommen keine erforderliche Wald- oder Wildtierlizenz. Zugang zur Fischerei, Fanggrenzen und Sperrgebiete richten sich nach Saison, Zone, Art und Fischereimanagementplänen. Die Nationale Verwaltung für die Entwicklung der Fischerei, meist ADNAP genannt, unterstützt Fang- und Aufwandskontrollen, partizipative Fischereiverwaltung und Ressourcenschutzgebiete. Fauna bravia ist die lokale Bezeichnung für Wildtiere. Zu den geschützten und prioritären Arten zählen Elefanten, Löwen, Leoparden, Afrikanische Wildhunde, Büffel, Nashörner, Flusspferde, Krokodile, Meeresschildkröten, Dugongs, Wale und Delfine. Mosambik ist seit 1981 Vertragspartei von CITES, dem internationalen System zur Kontrolle des Handels mit gelisteten Arten. Die CITES-Verwaltungsbehörde bei MAAP/ANAC und die wissenschaftliche Behörde der Universidade Eduardo Mondlane bearbeiten das nationale Verfahren. Ein CITES-Antrag kann Angaben zu Art, Herkunft, Zweck, Bestimmungsort, Erwerbslizenz, tierärztlichen Nachweisen und gegebenenfalls einer Einfuhrlizenz erfordern. Die Bearbeitung dauert laut Angabe etwa sieben Arbeitstage. Die Gebühren betragen 10.000 MZN für die Ausstellung, 7.500 MZN für eine Verlängerung und 10.000 MZN für ein Duplikat. Ausfuhr- und Wiederausfuhrgenehmigungen sind sechs Monate gültig; eine Einfuhrgenehmigung für Anhang I zwölf Monate. Illegaler Handel und Transit mit Elfenbein, Nashornhorn und anderen Wildtierprodukten bleiben Probleme für die Rechtsdurchsetzung. Für die lokale Subsistenzjagd kann in Gebieten zur nachhaltigen Nutzung oder Pufferzonen eine einfache Jagdlizenz gelten. Die Jagd in Coutadas, Jagdblöcken, fazendas do bravio und Gemeinschaftsprogrammen richtet sich nach dem jeweiligen Plan, der Quote und der Lizenz. Übliche Anforderungen sind ein Mindestalter von 18 Jahren, eine Waffenlizenz, eine genehmigte Quote, Ausweis oder Reisepass und ein Konzessionsschreiben. Die Bearbeitung dauert laut Angabe etwa fünf Arbeitstage. Die übliche Saison läuft vom 1. April bis zum 30. November, sofern die Jahresquote keinen anderen Zeitraum festlegt. Aktuelle Quoten, Gebühren und Saisonregeln müssen bei der ANAC bestätigt werden, da sie sich ändern können. Naturaktivitäten umfassen je nach Gebiet Safaris zu Fuß oder mit Fahrzeugen, Kanufahren, Tauchen, Beobachtung von Meerestieren, Vogelbeobachtung und Klettern. Manche Ziele erfordern Reservierung, Genehmigung der Parkverwaltung, einen Guide, ein Geländefahrzeug oder Chartertransport. Niassa wird allgemein für Besuche von Mai bis Dezember empfohlen. Für Zinave wird meist April bis Oktober angegeben; die Parkinformationen besagen jedoch, dass es im Park keinen touristischen Betrieb gibt und der Zugang zum Hauptcamp über die Verwaltung organisiert wird. Die Umweltbildungs- und Forschungsarbeit umfasst Educação Ambiental (Umweltbildung), pesquisa (Forschung), monitoria (Monitoring), fiscalização (Aufsicht) und sensibilização comunitária (Sensibilisierung der Gemeinschaft). Die Nationale Strategie und der Aktionsplan zur biologischen Vielfalt 2015–2035 unterstützen Bewusstsein, Ausbildung, Wissensmanagement, Monitoring und partizipative Planung. Forschungszugang sollte mit ANAC, der jeweiligen Schutzgebietsverwaltung und gegebenenfalls der Universidade Eduardo Mondlane geklärt werden. Zu den natürlichen Prozessen dieses Themenbereichs gehören Wirbelstürme und Sturmfluten, Überschwemmungen, Dürren, Waldbrände, Küstenerosion, Salzwassereintrag, Meeresspiegelanstieg, Korallenbleiche und Lebensraumfragmentierung. Maßnahmen mit Naturbezug umfassen die Wiederherstellung von Mangroven und Seegraswiesen, den Schutz der biologischen Vielfalt, die Wiederherstellung von Wäldern und die Verringerung unkontrollierter Brände. Warnsysteme, Evakuierung, Nothilfe und Katastrophenwiederaufbau gehören zum Katastrophenmanagement und nicht zum Naturschutz selbst. Zu den wichtigsten Belastungen zählen Verlust und Schädigung von Lebensräumen, Ausweitung von Landwirtschaft und Siedlungen, illegaler Holzeinschlag, Bergbau, nicht nachhaltige Fischerei, Wilderei, illegaler Handel, unkontrollierte Brände, Klimastress und Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren. Mensch-Wildtier-Konflikte sind besonders in der Nähe von Schutzgebieten relevant. Die ANAC nannte Gaza, Manica, Sofala und Tete als betroffene Provinzen und bezeichnete 2023 45 von 154 Distrikten als kritisch. Zu den Maßnahmen gehören Gemeinschafts- und Parkteams, Flächennutzungsplanung, geschützte Anbauflächen, physische Barrieren, Satellitenhalsbänder, Reaktion und Monitoring, Nutzenbeteiligung und Koexistenzplanung. Ein Pilotprogramm für 2025–2028 in Limpopo, Banhine, Zinave und Maputo soll 100 machambas em bloco (in geschützten Blöcken angelegte Anbauflächen) einrichten. Gemeinschaftsräte, lokale Ausschüsse für natürliche Ressourcen und gemeinsame Verwaltungsmodelle ermöglichen Beteiligung; ihre Zuständigkeiten und Vorteile hängen jedoch vom jeweiligen Plan und der Institution ab.
Natur in Mosambik
Die Natur Mosambiks umfasst Wälder, Savannen, Feuchtgebiete, Flüsse, Mangroven, Korallenriffe, Arten und natürliche Prozesse. Schutzgebiete bewahren die biologische Vielfalt und ermöglichen zugleich eine regulierte Nutzung durch Gemeinschaften, Fischerei, Tourismus und andere Aktivitäten nach örtlichen Managementplänen. Zugang, Genehmigungen, Quoten und Gebühren hängen vom Gebiet, der Aktivität, der Saison und der zuständigen Behörde ab.
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