In Nauru gibt es keine vom nationalen System getrennten Beschäftigungssysteme für Verwaltungsbezirke oder Gemeinden. Die wichtigsten Formen bezahlter Arbeit bieten der Naoero Public Service, staatseigene Unternehmen und private Firmen. Im öffentlichen Dienst arbeiten etwa 1.300 Menschen; seine institutionellen Strukturen sind stärker ausgeprägt als im Privatsektor. Laut Arbeitskräftedaten für 2021 betrug die Erwerbsquote 67 %, die Beschäftigungsquote 63,6 % und die Arbeitslosigkeit 5 %. Bei Männern lag die Erwerbsquote bei 76 %, bei Frauen bei 58 %. Eine Erhebung zur Erwerbsbevölkerung von 2026 liegt vor, aber in den verfügbaren Recherchen wurden keine öffentlichen Ergebnisse gefunden. Im öffentlichen Dienst gibt es unbefristete, befristete und vorübergehende Stellen. Eine Stelle wird normalerweise mindestens zwei Wochen ausgeschrieben. Ein Auswahlgremium, Vorstellungsgespräche, Berichte und Genehmigungsphasen dauern häufig jeweils etwa eine Woche. Damit hat ein lokales Einstellungsverfahren das Ziel, ungefähr vier Wochen vor dem Arbeitsbeginn abgeschlossen zu sein. Die Recruitment and Employment Contract Unit ist für die einschlägige Beschäftigungsverwaltung zuständig, die Expatriate Recruitment and Contracts Unit für die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte. Einstellungen im öffentlichen Dienst sollen fair, transparent und leistungsorientiert erfolgen. Der Beschäftigte und der Chief Secretary unterzeichnen einen schriftlichen Vertrag. Ausländische Beschäftigte im öffentlichen Dienst benötigen grundsätzlich eine unterstützende öffentliche Stelle, einen Arbeits- oder Beratungsvertrag, einen Identitätsnachweis, einen ärztlichen Bericht und ein polizeiliches Führungszeugnis für das Public Service Employment Visa. Dieses Visum ist gebührenfrei, erlaubt mehrfache Ein- und Ausreisen und gilt normalerweise mindestens so lange wie der Vertrag. Die unterstützende Behörde muss sich mit Unterkunft und dem Zugang zu Verkehr, Gesundheit, Sozialleistungen und Bildung befassen. Das Visum kann aufgehoben werden, wenn die Beschäftigung aufgegeben oder beendet wird oder wenn nach einer Kündigung die Ausreise folgt. Die Anwerbung ausländischer Beschäftigter für den öffentlichen Dienst dauert häufig sechs bis acht Wochen, davon etwa zwei Wochen für Visumunterlagen. Ein Nauruer oder ein vollständig im Besitz von Nauruern befindliches Unternehmen kann für ausländische Beschäftigte ein Local Business (Employment) Visa nutzen. Es gilt bis zu zwölf Monate und kann verlängert werden. Die Gebühr beträgt AU$300 für eine Person oder AU$400 für eine Familie. Immigration muss über das Ende der Beschäftigung informiert werden. Schulabgänger können außerdem statt einer regulären unbefristeten Beschäftigung am sechsmonatigen School Leavers Internship Programme teilnehmen. Die Arbeitszeit im öffentlichen Dienst beträgt im Allgemeinen 9:00 bis 17:00 Uhr mit einer einstündigen Essenspause. Ein abweichender Zeitplan bedarf der vorherigen Genehmigung. Beschäftigte erfassen ihre tägliche Anwesenheit; nicht genehmigte Abwesenheit wird nicht bezahlt. Eine unentschuldigte Abwesenheit von 14 Tagen gilt als Kündigung und kann zu einer sechsmonatigen Sperre für eine erneute Anstellung führen. Angemessene zusätzliche Arbeitszeit kann zusätzlich vergütet oder durch Freizeit ausgeglichen werden. Der Verhaltenskodex des öffentlichen Dienstes gilt; eine zusätzliche Beschäftigung benötigt die Genehmigung des Chief Secretary. Der Urlaub im öffentlichen Dienst umfasst vier Wochen Erholungsurlaub pro Dienstjahr, höchstens ansammelbar über drei Jahre. Ein Antrag auf Erholungsurlaub wird normalerweise mindestens 14 Tage im Voraus gestellt. Nach drei Monaten Dienst kann der Urlaub im Allgemeinen genommen werden. Der Krankenurlaub beträgt zehn Tage pro Jahr bei vollem Gehalt. Für die ersten drei einzelnen Krankheitstage ist kein ärztliches Attest erforderlich, spätere Abwesenheiten müssen bescheinigt werden. Mutterschaftsurlaub dauert zwölf Wochen. Bei den ersten vier Schwangerschaften wird das volle Gehalt gezahlt, danach die Hälfte, sofern die Beschäftigte die sechsmonatige Anspruchsvoraussetzung erfüllt. Sie kehrt auf dieselbe oder eine gleichwertige Stelle zurück. Nach sechs Monaten Dienst stehen zwei Wochen Vaterschaftsurlaub und drei Tage Sonderurlaub pro Jahr zu. Die staatliche Lohnbuchhaltung zahlt Gehälter im öffentlichen Dienst alle zwei Wochen. Gehaltsspannen und Zulagen werden im Gazette festgelegt und können je nach Position variieren. Im Nauru Superannuation Scheme (NSS) leisten in Nauru wohnhafte nauruische Beschäftigte ab dem 1. Februar 2026 einen Beitrag von 5 %, Arbeitgeber 10 %. Eine Ausnahme gilt für kleine Arbeitgeber mit höchstens fünf Beschäftigten, einem Jahresumsatz unter AU$10.000 und Bruttovermögen unter AU$5.000. SuperLife verwaltet das System, während das Nauru Revenue Office (NRO) für die Einhaltung zuständig ist. Für die Employment and Services Tax wird die Taxpayer Identification Number (TIN) des Arbeitgebers oder Zahlers verwendet. Der Gazette-Tarif 36/21 sieht für in Nauru wohnhafte Personen bei Monatseinkommen bis AU$8.400 einen Satz von 0 % und darüber 20 % vor; die aktuelle Lohnsteuertabelle muss überprüft werden. Im Privatsektor sind die Strukturen weniger einheitlich. Der Workers (Contracts of Service) Act 1922 ist weiterhin ein älterer Rechtsrahmen für Verträge und Registrierung, Arbeitszeit, Löhne und Überstunden, Beendigung, Beschwerden und Kontrollen, medizinische Behandlung und Rückführung. Die verfügbaren Recherchen fanden keine aktuelle, allgemein geltende Mindestlohn- und Anspruchstabelle für den Privatsektor. Vertragsbedingungen sind daher praktisch besonders wichtig. Die australischen Fair-Work-Regeln und National Employment Standards gelten nicht automatisch auf Nauru. In den geprüften offiziellen Quellen gibt es kein direktes modernes Pendant zu einer einheitlichen Arbeitsvermittlungsstelle. Der Zugang zu Stellen kann stattdessen von öffentlichen Ausschreibungen, direkter Anwerbung durch Arbeitgeber oder informellen Absprachen abhängen. Der Workers’ Compensation Act 1956 begründet die Haftung des Arbeitgebers für arbeitsbedingte Verletzungen oder Todesfälle. Das gesetzliche Anspruchsverfahren nennt eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens vier Tagen, eine zeitnahe Mitteilung, eine Meldung vor einer freiwilligen Ausreise und eine Anspruchsfrist von sechs Monaten. Private Arbeitgeber müssen eine umfassende Pflichtversicherung unterhalten. Kommt innerhalb von 14 Tagen keine Einigung zustande, kann die Angelegenheit vor den Supreme Court gebracht werden. Der verfügbare Gesetzestext ist älter; aktuelle Zahlungsbeträge und Anpassungen sollten bei der zuständigen Behörde oder dem Versicherer geprüft werden. Eine Beschäftigung im öffentlichen Dienst kann durch Kündigung, Vertragsablauf, freiwilligen Ruhestand, medizinisch bedingten Ruhestand, Stellenabbau, Fehlverhalten oder Verurteilung enden. Beschäftigte außerhalb der Probezeit müssen bei einer Kündigung normalerweise vier Wochen, während der Probezeit zwei Wochen Frist einhalten. Bei einem dauerhaften Stellenabbau beträgt die Abfindung zwölf Wochen. Eine Kündigung ohne wichtigen Grund erfordert im Allgemeinen vier Wochen Frist oder ein Monatsgehalt sowie gegebenenfalls die Auszahlung angesammelten Jahres- und Langzeiturlaubs. Bei Fehlverhalten kann das Arbeitsverhältnis ohne Frist oder Zahlung enden. Gegen bestimmte Entscheidungen im öffentlichen Dienst kann innerhalb von 14 Tagen Berufung eingelegt werden. Das Berufungsverfahren gilt jedoch nicht für Kündigungen ohne wichtigen Grund oder nach einer Verurteilung.
Beschäftigung auf Nauru
Beschäftigung auf Nauru konzentriert sich auf den öffentlichen Dienst und staatseigene Unternehmen. Möglichkeiten im Privatsektor sind begrenzter und weniger einheitlich. Für Stellen im öffentlichen Dienst gelten schriftliche Verträge, leistungsorientierte Auswahlverfahren sowie landesweit geregelte Vergütungs- und Urlaubsbestimmungen. Im privaten Sektor kommt es stärker auf den Vertrag und den geltenden Rechtsrahmen an.
VivAVia kann Fehler machen. Überprüfe wichtige Informationen.

