Senegal ist mehrsprachig; eine Sprache wird nicht in allen Situationen verwendet. Bei der Volkszählung 2023 war Wolof für 53,5 % der Einwohner ab drei Jahren die wichtigste Sprache im täglichen Austausch, Pulaar für 26,3 %, Sereer für 9,6 %, Joola und Mandienka für jeweils 2,8 %, Soninke für 1,2 % und Französisch für 0,6 %. Die regionalen Muster unterscheiden sich deutlich: In Matam war Pulaar für 91,9 % die wichtigste Alltagssprache, während in Kaffrine 75,0 % Wolof, 18,5 % Pulaar und 4,6 % Sereer angaben. Diese Zahlen bezeichnen die jeweils wichtigste Kommunikationssprache und bedeuten nicht, dass Einwohner nur eine Sprache sprechen. Die Verfassung nennt Diola, Malinké, Pular, Sérère, Soninké und Wolof als Nationalsprachen. Dekrete im Journal Officiel regelten 2025 Rechtschreibung und Worttrennung für Guñuun, Womey, Laalaa, Jalunga und Bayot. Die Kodifizierung einer Sprache oder ihres Schriftsystems schafft für sich genommen keine allgemeine Verfügbarkeit öffentlicher Dienste. Ein Entwurf zur Verfassungsrevision sieht eine Formulierung zu 17 kodifizierten Nationalsprachen vor; dieser Vorschlag ist jedoch nicht geltendes Recht. Französisch bleibt die formelle Verwaltungssprache. Die Verfassungsgrundsätze Senegals sehen gleichen Zugang zu öffentlichen Diensten vor. Mehrsprachiger Zugang besteht in der Praxis jedoch durch bestimmte Programme und nicht als allgemeines Recht, für jedes Verfahren eine beliebige Sprache zu wählen. Die Direktion für Alphabetisierung und Nationalsprachen des Bildungsministeriums koordiniert Alphabetisierungspolitik, Sprachförderung, Ausbildung und Hilfsmittel. Eine validierte Fassung des Bildungsausrichtungsgesetzes und seiner Durchführungsverordnung ist über das Ministerium für Mikrofinanz und Sozial- und Solidarwirtschaft sowie die Alphabetisierungsdirektion auf Wolof, Pulaar, Sérère, Joola, Mandingue und Soninké verfügbar. Die Recherche nennt für diesen Zugangsweg weder einen Antrag noch eine Gebühr oder Frist. Das Centre de linguistique appliquée de Dakar der Cheikh-Anta-Diop-Universität unterstützt Sprachpolitik, Übersetzung, Terminologie, neuen Wortschatz und soziolinguistische Arbeit. Die Direktion für Bücher und Lesen fördert Veröffentlichungen in Nationalsprachen, Übersetzungen und gemeinsame Verlagsprojekte, auch über öffentliche Bibliotheken und das CLAC-Netzwerk. Der Nationale Rat für audiovisuelle Regulierung verlangt von privaten Fernsehdiensten besondere Aufmerksamkeit für kulturelle und sprachliche Vielfalt sowie eine Darstellung der sprachlichen Vielfalt Senegals im Programm. Er legt weder eine Sprachquote noch eine allgemeine Übersetzungspflicht fest und erwartet eine angemessene Rechtschreibung und Transkription. Die geprüften offiziellen Quellen fanden kein allgemeines Verfahren zur Registrierung einer Sprache für Bürger, kein Formular zur Sprachwahl, keinen verpflichtenden Dolmetschdienst, keine sprachbezogene Gebühr, keine Alters- oder Einkommensgrenze und keine wiederkehrende landesweite Frist. Der Nationale Alphabetisierungsmonat im September 2024 war eine landesweite Kampagne vom 1. bis 30. September, kein dauerhaftes Anrecht und keine ständig geltende Frist. Für die Wahlteilnahme gelten Staatsangehörigkeit, Alter, bürgerliche und politische Rechte sowie gesetzliche Voraussetzungen. Politische Parteien dürfen sich nicht mit einer Sprache identifizieren.
Sprache im Senegal
Französisch ist die einzige Amtssprache Senegals. Die Verfassung nennt Wolof, Pulaar, Sérère, Joola, Mandingue und Soninké als Nationalsprachen. Für 97,6 % der Einwohner ab drei Jahren sind Nationalsprachen die wichtigsten Kommunikationssprachen; ihre Verwendung unterscheidet sich jedoch stark nach Region. Französisch bleibt die formelle Verwaltungssprache. Nationalsprachen unterstützen Alphabetisierung, Bildung, Kultur, Medien und bestimmte Programme für den Zugang zu öffentlichen Angeboten.
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