Simbabwische Haushalte umfassen durchschnittlich 3.9 Personen; 39.3% werden von Frauen geführt. Zu den Familienformen zählen Haushalte mit leiblichen Eltern, Großfamilien, von älteren Menschen oder Kindern geführte Haushalte und die Betreuung durch Verwandte. Die demografische und gesundheitliche Erhebung Simbabwes 2023–24 ergab, dass 24.6% der unter 18-Jährigen nicht bei einem leiblichen Elternteil leben; in städtischen Gebieten beträgt der Anteil 17.1%, in ländlichen 28.3%. Weitere 9.6% haben mindestens einen Elternteil verloren. In Haushalten mit einer Waise oder einem Kind, das nicht bei einem leiblichen Elternteil lebt, lebt das Kind am häufigsten bei einem Familienmitglied. Die Mehrindikatoren-Clustererhebung von 2019 erfasste 58.9% dieser Kinder in Haushalten unter Leitung eines Familienmitglieds und 38.7% in Haushalten, deren Leitung eine andere verwandte Person innehatte. Verwandtenpflege bedeutet, dass Angehörige die tägliche Betreuung des Kindes übernehmen; familienbasierte Betreuung wird allgemein bevorzugt, wenn sie das Kind schützen kann. § 25 der Verfassung verpflichtet den Staat, die Familie zu schützen und zu fördern sowie Müttern, Vätern und anderen Familienmitgliedern mit Kindern Fürsorge und Unterstützung zu bieten. § 26 schützt die freie und vollständige Zustimmung zur Eheschließung, gleiche Rechte und Pflichten der Ehegatten sowie die Interessen von Kindern und Ehegatten bei Auflösung einer Ehe oder Tod eines Ehegatten. Die Verfassung gewährt Erwachsenen ab 18 Jahren das Recht, ohne Zwang eine Familie zu gründen; gleichgeschlechtliche Ehen sind nach § 78 nicht zulässig. § 80 gewährt Frauen gleiche Rechte bei Sorge und Vormundschaft. Ein Kind ist unter 18 Jahren und hat verfassungsmäßige Rechte auf einen Vor- und Familiennamen, unverzügliche Geburtsregistrierung, Betreuung durch Familie oder eine geeignete Alternative, Schutz, Bildung, Gesundheitsversorgung, Ernährung und Unterkunft. Das Kindeswohl hat Vorrang; der High Court ist oberster Vormund von Kindern. Menschen über 70 haben einen verfassungsmäßigen Anspruch auf Unterstützung durch Familie und Staat; Menschen mit Behinderungen haben Rechte auf Familienleben, Schutz, Behandlung und Unterstützung. Das Ehegesetz von 2022 gilt seit dem 16. September 2022. Eine zivilrechtliche Ehe ist monogam. Eine Ehe nach Gewohnheitsrecht kann polygam oder potenziell polygam sein; eine Person kann nicht gleichzeitig eine Ehe nach allgemeinem Recht und eine Ehe nach Gewohnheitsrecht führen. Registrierte Ehen genießen gleiche rechtliche Anerkennung. Je nach Verfahren kann ein Standesbeamter ein Magistrat, ein Geistlicher oder ein Chief sein. Für die Ehe ist die freie und vollständige Zustimmung beider Parteien erforderlich. Kinderehen, Verlobungen und Verlöbnisse von Personen unter 18 Jahren sind verboten; ein Verstoß kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Eine Ehe nach Gewohnheitsrecht wird im zuständigen Bezirk geschlossen, mit zwei Familienzeugen und einer Befragung zu Lobola oder Roora, der traditionellen Heiratszahlung. Eine nicht registrierte Ehe nach Gewohnheitsrecht sollte innerhalb von drei Monaten registriert werden. Die Nichtregistrierung beseitigt nicht die Auswirkungen der Verbindung auf Status, Vormundschaft, Sorge oder Erbrecht der Kinder. Eine eingetragene Lebensgemeinschaft ist eine häusliche Beziehung zwischen einem unverheirateten Mann und einer unverheirateten Frau ab 18 Jahren. Sie ist keine Ehe, kann aber beim Ende rechtlich berücksichtigt werden. Eheregistrierungen sind weiterhin begrenzt. Von Frauen zwischen 15 und 49 Jahren, die in einer Verbindung lebten, berichteten 9.4% von einer registrierten Ehe; in Städten waren es 15.7%, auf dem Land 4.3%. Das mittlere Alter bei der ersten Eheschließung betrug bei Frauen 19.4 Jahre und bei Männern im Alter von 25 bis 49 Jahren 24.9 Jahre. Etwa 10% der Frauen berichteten von einer oder mehreren Mit-Ehefrauen; auf dem Land waren es 13%, in Städten 5%. Die aktuelle Registrierungsgebühr sollte bei der zuständigen Stelle erfragt werden, da die verfügbare Recherche keinen aktuellen Betrag angibt. Ein älteres Profil der Personenstandsregistrierung nennt zwar eine formelle Gebühr, belegt aber nicht den aktuellen Gebührentarif. Elternschaft und Familienplanung gehören ebenfalls zum Familienleben. Die Gesamtfruchtbarkeitsrate beträgt 3.9 Kinder pro Frau, in Städten 3.1 und auf dem Land 4.6. Das mittlere Alter bei der ersten Geburt liegt bei Frauen zwischen 25 und 49 Jahren bei 20.1 Jahren. Unter den 15- bis 19-jährigen Frauen waren 23% schwanger gewesen und 17% hatten eine Lebendgeburt. Neun Prozent der verheirateten Frauen haben einen ungedeckten Bedarf an Familienplanung; 4% berichten von Druck, schwanger zu werden. Das Programm für sexuelle und reproduktive Gesundheit des Gesundheitsministeriums bildet den einschlägigen öffentlichen Rahmen für Familienplanung. Geburtenregistrierung ist nach dem Gesetz über Geburts- und Sterberegistrierung verpflichtend. Eine Geburt sollte innerhalb von 42 Tagen gemeldet werden. Vater oder Mutter, die für den Geburtsort verantwortliche Person, Gesundheitspersonal, ein Headman, ein erwachsener Zeuge oder eine andere Person, die das Kind betreut, können die Angaben machen. Zuständig ist das Department of the Registrar General im Innenministerium; die Registrierung ist bei einem Standesamt und in manchen Fällen in einem Krankenhaus oder Gesundheitszentrum möglich. Die Erhebung 2023–24 ergab, dass 56.6% der unter Fünfjährigen eine registrierte Geburt hatten; 42.8% verfügten über eine Geburtsurkunde und 13.7% waren ohne Urkunde registriert. In Städten waren 64.8% registriert, auf dem Land 52.2%. Ein älteres Profil der Personenstandsregistrierung nennt keine Registrierungs- oder Urkundengebühr und mögliche Gebührenerlasse; aktuelle Kosten sollten bestätigt werden. Eine Geburtsurkunde kann für Ausweisdokumente, Reisen, Bildung, Wahlen, Erbschaft und Sozialleistungen benötigt werden. Auch Sterbefälle müssen verpflichtend registriert werden. Die Meldung muss im Allgemeinen innerhalb von 30 Tagen erfolgen. Ein erwachsener Angehöriger, die für den Sterbeort verantwortliche Person, ein Dorfvorsteher, Chief, Ratsmitglied oder eine andere zugelassene meldende Person kann den Tod anzeigen. In ländlichen Gebieten kann nach einem natürlichen Tod eine traditionelle Führungsperson die Behörden benachrichtigen. Das Department of the Registrar General stellt die Urkunde aus, die für Erbschaft, Nachlassverwaltung, Eigentums- und Versicherungsangelegenheiten benötigt werden kann. Das verfügbare Profil der Personenstandsregistrierung nennt keine Gebühr; seine Gebührenangaben stammen jedoch aus 2016–17 und sind nicht als aktueller Tarif zu behandeln. Eltern und Vormunde sind nach dem Kindergesetz und dem Änderungsgesetz zum Kindergesetz von 2023 für Betreuung, Erziehung, Gesundheit, Bildung und Unterkunft verantwortlich. Vernachlässigung, Missbrauch, Aussetzung, gefährliche Kinderarbeit, mangelnde Betreuung und fehlende behinderungsbezogene Unterstützung können Kinderschutzmaßnahmen auslösen. Das Department of Social Development im Ministerium für öffentlichen Dienst, Arbeit und soziale Wohlfahrt koordiniert Dienste über das Nationale Fallmanagementsystem. Kinderschutzbeauftragte, Bewährungsdienste, Kinderschutzkomitees, kommunale Kinderbetreuungshelfer, Elternprogramme und HIV- und behinderungssensible Dienste können Familien unterstützen. Ermittlung, Dokumentation, Suche nach Angehörigen und Zusammenführung können dabei helfen, sichere Familienbetreuung wiederherzustellen. Eine Adoption ist im Allgemeinen ungeeignet, wenn ein Kind tragfähige enge Familienbindungen hat; eine Vormundschaft kann die Beziehungen zu Verwandten besser schützen. Pflegeunterbringung ist eine vorübergehende alternative Betreuung während einer Krise in der Herkunftsfamilie. Antragstellende wenden sich an das Bezirksamt für soziale Entwicklung und durchlaufen eine soziale Begutachtung, benennen drei Referenzen, absolvieren eine polizeiliche Überprüfung und werden in das Pflegeverzeichnis aufgenommen. Ein Kinderschutzbeauftragter legt die Unterbringung dem Gericht vor. Eine Pflegeanordnung kann bis zu drei Jahre dauern und wird anschließend überprüft. Pflegegebühren werden über das Bezirksamt für soziale Entwicklung abgewickelt; die verfügbare Recherche nennt den aktuellen Betrag nicht. Durch Adoption werden elterliche Rechte und Pflichten dauerhaft übertragen. Ministerielle Hinweise verlangen im Allgemeinen, dass adoptierende Personen mindestens 25 Jahre alt und mindestens 21 Jahre älter als das Kind sind, die simbabwische Staatsangehörigkeit besitzen, medizinisch untersucht wurden und – soweit erforderlich – die Zustimmung betroffener Eltern, Vormunde und Ehepartner vorliegt. Ein alleinstehender männlicher Antragsteller kann nach den genannten Hinweisen kein minderjähriges Mädchen adoptieren. Zuständig ist der High Court; die verfügbare Recherche legt aktuelle Gebühren oder Bearbeitungsdauer nicht fest. Ein Verwandter, eine Person, die das Kind bereits betreut oder das Sorgerecht hat, oder ein Bewährungshelfer kann beim Children's Court eine Vormundschaft beantragen, wenn ein natürlicher Vormund fehlt oder das Kind nicht schützen kann. Das Gericht stellt das Wohl und die besten Interessen des Kindes in den Mittelpunkt. Eine Benachrichtigung erfolgt im Allgemeinen innerhalb von 7 bis 30 Tagen; der High Court kann die Anordnung im Rahmen seiner Funktion als oberster Vormund überprüfen. Frauen haben gleiche verfassungsmäßige Rechte auf Sorge und Vormundschaft. Manche gefährdeten Haushalte können für Sozialschutzprogramme in Betracht kommen. Der Harmonised Social Cash Transfer wird über ZimLAC und den Poverty Atlas in ausgewählten Bezirken mit hoher Armut umgesetzt. Zielgruppe sind gefährdete Haushalte, zu denen Haushalte mit chronisch kranker Person, älterem Haushaltsvorstand, kindlichem Haushaltsvorstand, einer Person mit Behinderung oder einem hohen Abhängigkeitsverhältnis gehören können. Die Registrierung erfolgt lokal und auf Bezirksebene; die verfügbare Recherche nennt weder aktuelle Leistungshöhe noch Zahlungszeitpunkt. Das 2002 eingeführte Basic Education Assistance Module kann Schulgebühren, Umlagen, Prüfungs- und Internatsgebühren an Sonderschulen erlassen. Es richtet sich an Kinder in von Kindern geführten Haushalten, Kinder mit eingeschränkten Arbeitsmöglichkeiten der Familie oder ohne Eltern, Kinder, die wegen der Kosten nicht zur Schule gehen, auf der Straße lebende oder arbeitende Kinder und Kinder mit arbeitsunfähigem Vormund. Gemeinschaften schlagen Fälle vor; die jährliche Auswahl erfolgt unter Beteiligung des Bezirksinspektors für Schulen und des Bezirksbeamten für soziale Entwicklung, danach werden die Fälle auf Provinzebene bearbeitet. Die Hotline des Ministeriums für öffentlichen Dienst, Arbeit und soziale Wohlfahrt lautet 1980. Das Gesetz gegen häusliche Gewalt erfasst aktuelle, frühere und getrennt lebende Ehepartner, leibliche, adoptierte und Stiefkinder, zusammenlebende Partner und intime Beziehungen. Polizeibeamte, Sozialarbeiter, Arbeitgeber, religiöse Organisationen, gemeinnützige Organisationen, Angehörige, Nachbarn, Arbeitskollegen oder Berater können Betroffene vertreten oder unterstützen. Ein Antrag auf Schutzanordnung kann von der betroffenen Person, einer Vertretung oder Betreuungsperson bei einer Polizeistation gestellt werden, auch bei einer Abteilung für häusliche Gewalt, Opferschutz oder Familienangelegenheiten. Das Gericht sollte den Antrag innerhalb von höchstens 48 Stunden erhalten. Anordnungen können verlangen, dass der Täter Abstand hält oder keinen Kontakt aufnimmt; außerdem können Unterkunft, medizinische Versorgung, Notfallgeld, Haushaltsbedarf, Schulgebühren, Miete, vorläufige Sorge und Beratung vorgesehen werden. Ein Verstoß gegen eine Anordnung kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Koordinatoren der Victim Friendly Unit der Zimbabwe Republic Police sind an jeder Polizeistation tätig. One-Stop-Zentren des Ministeriums für Frauenangelegenheiten sind amtlich für Harare, Mashonaland Central, Mashonaland West, Midlands, Bulawayo, Matabeleland South und Manicaland verzeichnet; eine vollständige landesweite Abdeckung ist jedoch nicht belegt. Trennung, Scheidung und Unterhalt fallen unter verschiedene Rechtsverfahren. Nach dem Gesetz über Ehesachen können Gerichte Scheidung, Trennung, Ungültigkeit, Sorge, Kindes- oder Ehegattenunterhalt und Familienvermögen regeln. Berücksichtigt werden Einkommen, Vermögen, Ressourcen, Bedarf, Lebensstandard der Familie, Bildung der Kinder, Alter, Gesundheit und direkte oder indirekte Beiträge einschließlich Haushalts- und Betreuungsarbeit. Die Auflösung einer eingetragenen Lebensgemeinschaft erfolgt nach §§ 7 bis 11 über einen ähnlichen Rechtsmechanismus. Nach dem Unterhaltsgesetz und Kindergesetz kann ein Children's Court eine Beitragsanordnung erlassen; ein Maintenance Court kann regelmäßige Zahlungen anordnen und deren Durchsetzung durch Lohnabzüge veranlassen. Die verfügbare Recherche legt aktuelle Antragsgebühren oder Bearbeitungszeiten nicht fest. Nach einem Todesfall kann das Gesetz über Unterhalt für Familienangehörige verstorbener Personen abhängige Personen schützen, die nicht ausreichend versorgt sind. Dazu können ein überlebender oder geschiedener Ehepartner mit Unterhaltsanspruch, ein minderjähriges Kind, ein erwachsenes Kind mit Behinderung, ein Elternteil oder eine andere von der verstorbenen Person unterhaltene Person gehören. Ein Antrag kann beim Master oder einem Provinzmagistrat gestellt werden. Die allgemeine Frist beträgt drei Monate ab Ausstellung der Nachlassverwaltungsbriefe oder ab dem Tod, wenn auf die Voraussetzung eines Testamentsvollstreckers verzichtet wurde. Der High Court oder ein Regionalgericht kann die Forderung anhören. Dieses Verfahren betrifft Familienunterhalt; Erbschaftsregeln sind nur relevant, soweit sie Betreuung oder Abhängigkeit betreffen. Formelle Dienste bestehen neben der Umsetzung auf Bezirksebene, Gewohnheitspraktiken und Betreuungsarrangements der Großfamilie. Gerichte, Standesämter und Gesetze bieten formelle Verfahren. Das Nationale Fallmanagementsystem, Gemeinschaftskomitees und die Auswahl für Schulbeihilfen leisten nicht-formelle administrative Unterstützung. Verwandtenpflege, gewohnheitsrechtliche Eheschließungen und Unterstützung der Großfamilie sind informelle oder gemeinschaftsbasierte Lösungen. Unterschiede beim Zugang zwischen Stadt und Land zeigen sich besonders bei Eheregistrierung, Geburtsregistrierung, Kindern, die getrennt von leiblichen Eltern leben, und dem Schutz vor häuslicher Gewalt. Nach der verfügbaren Recherche gibt es keine spezifische Familienregel für Städte oder Provinzen; aktuelle Kapazitäten vor Ort, Gebühren, Leistungshöhen und Bearbeitungszeiten sollten daher beim zuständigen Bezirks- oder Provinzamt bestätigt werden.
Familie in Simbabwe
Zum Familienleben in Simbabwe gehören Ehe, Elternschaft, Unterstützung durch die Großfamilie, Betreuung von Kindern und unterhaltsabhängigen Angehörigen, Haushaltsverantwortung, Trennung und Unterstützung nach einem Todesfall. Großfamilien und Verwandtenpflege bleiben zentral: 24.6% der unter 18-Jährigen leben nicht bei einem leiblichen Elternteil, und 31.1% der Haushalte umfassen eine Waise oder ein Kind, das nicht bei einem leiblichen Elternteil lebt. Das Recht Simbabwes schützt das Familienleben, verlangt freie und vollständige Zustimmung zur Eheschließung und räumt Kindern Rechte auf elterliche oder geeignete alternative Betreuung ein.
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