Singapur ist ein kompakter und gut organisierter Stadtstaat. Deshalb betreffen viele Notfälle eher ein Gebäude, ein Viertel, eine Verkehrsverbindung oder ein Industriegebiet als das ganze Land. Wichtige Beispiele sind Gebäudebrände, Sturzfluten nach starkem Regen, Gewitter mit Blitzen, schlechte Luftqualität durch regionalen Dunst, Ausbrüche von Infektionskrankheiten, größere Verkehrsvorfälle sowie Chemieunfälle oder Unfälle in Industrieanlagen. Die Singapore Civil Defence Force, kurz SCDF (Zivilschutzbehörde Singapurs), reagiert auf Brände, führt Rettungseinsätze durch, leistet medizinische Nothilfe und kümmert sich um viele weitere Vorfälle. Die Polizei, Gesundheitsbehörden, die nationale Wasserbehörde PUB, Wetter- und Umweltbehörden, Verkehrsunternehmen, Krankenhäuser, Schulen und Gebäudeverwaltungen können die Maßnahmen unterstützen. Singapur informiert über Notfälle durch offizielle Warnmeldungen, Rundfunkmedien, öffentliche Durchsagen, Gebäudealarme, Verkehrsmeldungen und Anweisungen von Einsatzkräften. Die richtige Reaktion kann darin bestehen, in einem Gebäude Schutz zu suchen, sich von der Gefahr zu entfernen, einen sicheren Weg zur Evakuierung zu nutzen, Hochwasser zu meiden oder bei Dunst Aktivitäten im Freien einzuschränken. Brandschutz ist ein zentraler Teil der Katastrophenvorsorge. Du solltest mindestens zwei Ausgänge aus deiner Wohnung, deinem Arbeitsplatz, Hotel oder deiner Schule kennen, Flure und Treppen freihalten und bei einem Brand die Treppe benutzen, sofern Einsatzkräfte keine anderen Anweisungen geben. Betritt ein Gebäude erst wieder, wenn die Behörden es für sicher erklären. Starker Regen kann Sturzfluten verursachen, besonders in tiefer gelegenen Gebieten, Unterführungen, auf Straßen und an Baustellen. Gehe und fahre nicht durch fließendes oder tiefes Wasser, weil Abflüsse, offene Bereiche und Straßenschäden verborgen sein können. Folge Umleitungen und Warnungen der Behörden und Verkehrsunternehmen. Gewitter und Blitze kommen in Singapur häufig vor. Suche bei gefährlichem Wetter ein Gebäude oder einen anderen geschlossenen, stabilen Ort auf. Halte dich von ungeschützten Bereichen, Bäumen, Wasser, Metallkonstruktionen und offenen Unterständen fern und verschiebe Aktivitäten im Freien, wenn offizielle Warnungen oder örtliche Anweisungen zur Vorsicht raten. Dunst aus regionaler Luftverschmutzung kann die Sicht einschränken und Augen sowie Lunge reizen. Folge den Gesundheitshinweisen, schränke an Tagen mit schlechter Luftqualität anstrengende Aktivitäten im Freien ein, schütze besonders gefährdete Personen und nutze, sofern vorhanden, geeignete Lüftungs- oder Filtersysteme in Innenräumen. Zur Vorsorge gehört auch, zu wissen, wie man Hilfe ruft und Haushaltsmitglieder wieder zusammenführt. Halte wichtige Medikamente, Trinkwasser, eine Taschenlampe, mobile Akkus, grundlegende Erste-Hilfe-Materialien, Kopien wichtiger Informationen und einfache Lebensmittel bereit. Rufe in Singapur bei einem unmittelbaren Notfall für einen Rettungswagen oder einen Feuerwehreinsatz die Nummer 995 und für dringende Polizeihilfe die Nummer 999 an. Folge anschließend den Anweisungen der Leitstelle.
Katastrophen in Singapur
Bei Katastrophen in Singapur handelt es sich meist um örtlich begrenzte Notlagen wie Brände, Sturzfluten, schwere Gewitter, Dunst durch Luftverschmutzung, Krankheitsausbrüche oder Industrieunfälle und nicht um große Erdbeben. Singapur verfügt über ein koordiniertes Zivilschutzsystem unter der Leitung von Stellen wie der Singapore Civil Defence Force, mit Warnmeldungen, Schutzräumen, Evakuierungsplänen und Anweisungen an die Öffentlichkeit. Wer einfache Schutzmaßnahmen kennt, kann Ruhe bewahren und in Singapur sicher handeln.
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