Zur Primärversorgung und öffentlichen Gesundheitsarbeit gehören Impfungen, die Gesundheit von Müttern und Kindern, Vorsorgeuntersuchungen, Schulgesundheit, Maßnahmen zu Wasser und Hygiene sowie die Prävention und Behandlung nichtübertragbarer Krankheiten. Die Versorgungsquoten für 2024 lagen bei 94 % für DTP3 und 91 % für die zweite Masernimpfung; mindestens vier Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft nahmen 2020 60 % in Anspruch, während die Quote betreuter Geburten 100 % und die der Entbindungen in einer Einrichtung 99 % betrug. Diese Zahlen stammen aus unterschiedlichen Jahren und sind nicht als aktuelle Daten zu Wartezeiten oder Behandlungsergebnissen zu verstehen. Diabetes, Bluthochdruck und Adipositas verursachen einen erheblichen Versorgungsbedarf. Eine Schätzung der Weltbank beziffert den Anteil nichtübertragbarer Krankheiten an der Krankheitslast auf etwa 75 %. Die STEPS-Erhebung von 2015 wies bei Erwachsenen zwischen 18 und 69 Jahren Adipositas mit 62,2 %, erhöhten Blutdruck mit 39,6 %, Rauchen mit 35 % und unzureichende körperliche Aktivität mit 74,7 % aus. Die psychische Gesundheitsversorgung umfasst öffentlichen finanziellen Schutz bei Psychosen, bipolaren Störungen, Depressionen und Angststörungen sowie psychosoziale Notfallhilfe. Aktuelle Daten zu Personal, Fällen und Leistungsumfang sind jedoch begrenzt. Tuvalu hat ein Mental Treatment Act aus dem Jahr 2008; in der verfügbaren Recherche waren keine eigenständige aktuelle Politik zur psychischen Gesundheit, keine Suizidpräventionsstrategie und keine Strategie gegen Stigmatisierung dokumentiert. Der Zugang unterscheidet sich stark zwischen den Inseln. Entfernungen, wetterabhängige Schiffs- oder Flugverbindungen sowie fehlendes Personal oder Ausrüstung können Überweisungen von Außeninselkliniken verzögern. Seit 2025 verbindet Starlink das PMH und 11 Kliniken und unterstützt Telemedizin, digitale Akten und Schulungen. Der aktuelle Gesundheitssektorplan gilt bis zum 30. Juni 2028 für das PMH und 11 Kliniken. Zu den Verbesserungen am PMH gehören Zahnmedizin, ein Operationstisch sowie ein bis 2027 geplanter Rehabilitations- oder Neubauflügel. Lokale CT-, Dialyse- und komplexe onkologische Leistungen sind jedoch nicht zuverlässig dokumentiert. Wenn eine Behandlung vor Ort nicht verfügbar ist, setzt eine Auslandsüberweisung normalerweise eine klinische Dokumentation und eine Prüfung durch das TOMRS Medical Board oder Referral Committee voraus. Die dokumentierten TOMRS-Aufnahmekriterien gelten für in Tuvalu wohnhafte tuvaluische Staatsbürger, deren Erkrankung im Land nicht behandelt werden kann, behandelbar ist und voraussichtlich eine gute Prognose hat. Die Überarbeitung von 2021 sieht gleichen Zugang unabhängig von Alter oder Geschlecht vor, begründet aber keinen automatischen Anspruch auf jede Leistung. Nachsorge und Fallprüfung nach einer Behandlung im Ausland gehören zum Versorgungspfad. Der Haushalt 2026–27 stellte für TOMRS etwa 11,1 Millionen Dollar bereit, und im Haushalt 2026 wurde eine Senkung der Flugpreise für TOMRS-Patienten um 20 % angekündigt. Für genehmigte Behandlungen über NZMTS wurde angegeben, dass keine Zuzahlung anfällt. Arzneimittel werden über Central Medical Stores beschafft und verwaltet. Die verfügbare Recherche belegt jedoch weder eine aktuelle landesweite Preisliste noch eine Bestandsliste oder einheitliche Wartezeiten. Patienten können sich je nach Dringlichkeit zunächst an die nächstgelegene Klinik oder an das PMH wenden und werden weiterüberwiesen oder verlegt, wenn die örtliche Einrichtung die erforderliche Behandlung nicht sicher anbieten kann. Bei Notfällen stehen zunächst die Stabilisierung vor Ort und das PMH im Mittelpunkt; falls nötig folgen eine regionale Evakuierung oder eine Überweisung ins Ausland. Eine aktuelle nationale Patientenrechtscharta oder ein unabhängig bestätigtes Beschwerdeverfahren war nicht dokumentiert.
Gesundheit in Tuvalu
Das Gesundheitssystem in Tuvalu wird überwiegend öffentlich getragen und vom Ministry of Health and Social Welfare sowie dem Department of Health geleitet. Gesundheitszentren und Kliniken versorgen alle neun Inseln. Das Princess Margaret Hospital (PMH) in Funafuti ist das einzige Krankenhaus des Landes und bietet grundlegende medizinische, chirurgische, geburtshilfliche und gynäkologische Versorgung. Erkrankungen, für die Leistungen in Tuvalu fehlen, können nach einer lokalen Beurteilung über das PMH oder Gastfachkräfte und das Tuvalu Overseas Medical Referral Scheme (TOMRS) oder New Zealand Medical Treatment Scheme (NZMTS) weiterbehandelt werden.
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