Für die Berechnung werden zunächst alle regelmässigen und einmaligen Ausgaben des gewählten Zeitraums zusammengezählt. Dazu gehören die persönlichen Studien- und Lebenshaltungskosten, die tatsächlich aus dem eigenen Budget bezahlt werden müssen. Davon werden nur Mittel abgezogen, die verlässlich zur Verfügung stehen, etwa eigene Rücklagen, familiäre Beiträge oder zugesagte Ausbildungsbeiträge. Das Ergebnis sind die ungedeckten Studienkosten. Um den Nebenjobbedarf zu berechnen, wird dieser Betrag auf die Monate verteilt, in denen Einkommen erzielt werden kann. Massgebend ist das voraussichtlich verfügbare Einkommen nach den Abzügen, nicht ein bloss genannter Bruttolohn. Schwankende Arbeitszeiten und unsichere Einnahmen sollten zurückhaltend angesetzt werden. Ein negativer Rechenwert bedeutet, dass nach den erfassten Angaben keine Finanzierungslücke besteht. Ein positiver Wert zeigt den Betrag, der noch durch Erwerbsarbeit oder andere Finanzierungsquellen gedeckt werden müsste. Eine separate Reserve für unerwartete Ausgaben gehört nicht stillschweigend in diese Differenz, sondern wird als eigener Budgetposten erfasst. Auch die Zeit bis zum ersten Lohn ist getrennt zu berücksichtigen, weil ein berechnetes Monatseinkommen nicht sofort verfügbar sein muss.
Berechnung der durch einen Nebenjob zu deckenden Finanzierungslücke für das Studium in der Schweiz
Die Finanzierungslücke beim Studium ist der Teil der erwarteten Studien- und Lebenshaltungskosten, der nach Abzug aller gesicherten Mittel offenbleibt. Erst dieser fehlende Betrag im Studienbudget zeigt, welchen Beitrag ein Nebenjob leisten müsste. Kosten und verfügbare Mittel sollten für denselben Zeitraum und mit realistischen Beträgen angesetzt werden.
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