Arbeitswelterfahrung mit gymnasialer Maturität für den Zugang zum Fachhochschulstudium in der Schweiz

Für den Zugang mit gymnasialer Maturität zu einer Fachhochschule ist in der Regel fachbezogene Arbeitswelterfahrung erforderlich. Sie muss zum gewählten Studiengang passen, den verlangten Umfang erreichen und durch geeignete Unterlagen belegt werden. Die Hochschule beurteilt, ob vorhandene Tätigkeiten für die Zulassung zum Bachelor an einer Fachhochschule angerechnet werden.

Fachbezug

Mit gymnasialer Maturität muss die Arbeitswelterfahrung für ein Fachhochschulstudium fachlich zum gewählten Studiengang passen. Entscheidend sind die tatsächlich ausgeübten Tätigkeiten, nicht nur Branche, Unternehmen oder Stellenbezeichnung. Die Fachhochschule beurteilt den Fachbezug nach den Anforderungen ihres Studienprogramms.

Umfang

Mit gymnasialer Maturität umfasst die erforderliche Arbeitswelterfahrung für ein Fachhochschulstudium mindestens ein Jahr. Häufig entspricht das einem Vollzeitäquivalent von zwölf Monaten. Bei Teilzeitarbeit oder Unterbrüchen berechnet die jeweilige Fachhochschule den anrechenbaren Umfang.

Zeitpunkt

Mit gymnasialer Maturität muss die verlangte Arbeitswelterfahrung normalerweise vor Beginn des Fachhochschulstudiums vollständig abgeschlossen sein. Die Hochschule prüft, ob das Praxisjahr rechtzeitig und fachbezogen absolviert wurde. Eine Ausnahme bilden angebotene praxisintegrierte Bachelorprogramme, bei denen die Praxis in ein vierjähriges Studium eingebaut ist.

Praxisanerkennung

Vorhandene Praktika und Berufserfahrung können für die Fachhochschulzulassung mit gymnasialer Maturität anerkannt werden. Die Fachhochschule prüft Dauer, Pensum, Tätigkeiten und Fachbezug für den konkreten Studiengang. Eine automatische Praxisanerkennung oder Übertragung zwischen Studienprogrammen gibt es nicht.

Praxisnachweis

Der Praxisnachweis für ein Fachhochschulstudium muss Dauer, Pensum und konkrete Tätigkeiten der Arbeitswelterfahrung belegen. Geeignet sind insbesondere Arbeitszeugnisse oder Arbeitsbestätigungen; zusätzlich können Vertrag und Praktikumsbericht verlangt werden. Die Fachhochschule bestimmt die erforderlichen Unterlagen für den jeweiligen Studiengang.

Praxisform

Die Arbeitswelterfahrung für ein Fachhochschulstudium kann als Vorpraktikum, einschlägige Anstellung, strukturierter Praxiskurs oder Kombination mehrerer Tätigkeiten organisiert sein. Die Fachhochschule legt fest, welche Praxisform sie für den gewählten Studiengang akzeptiert. Dauer, Fachbezug und Nachweis müssen unabhängig von der Form erfüllt sein.

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