Das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) schliesst eine drei- oder vierjährige berufliche Grundbildung ab. In der dualen Form verbringen Lernende meist drei bis vier Tage pro Woche im Lehrbetrieb und ein bis zwei Tage in der Berufsfachschule. Überbetriebliche Kurse ergänzen die berufliche Praxis im EFZ mit gemeinsamen Grundlagen. Die genaue Aufteilung hängt vom Lehrberuf und Ausbildungsmodell ab. Im Betrieb bearbeiten Lernende reale Aufträge und übernehmen schrittweise anspruchsvollere Tätigkeiten. Praktisch lernen im EFZ verlangt auch, Anweisungen zu verstehen, Ergebnisse zu prüfen und Wissen auf neue Aufgaben anzuwenden. Der Praxisanteil kann handwerkliche, technische, soziale, kaufmännische oder dienstleistungsbezogene Tätigkeiten umfassen. Ein hoher EFZ-Praxisbezug bedeutet deshalb nicht automatisch viel körperliche Arbeit. Berufsfachschule und praktische Arbeit greifen fachlich ineinander. Bildungsplan, Berufsbeschreibung und Schnupperlehre zeigen, wie stark der gewünschte Beruf durch konkrete Tätigkeiten geprägt ist. Als EFZ-Wahlkriterium sollte die Praxis zusammen mit Theorieanspruch und erforderlicher Selbstständigkeit beurteilt werden.
Praxisbezogenes Lernprofil für eine berufliche Grundbildung mit EFZ in der Schweiz
Der EFZ-Praxisbezug verbindet konkrete Arbeit im Lehrbetrieb mit Unterricht und überbetrieblichen Kursen. Praktisch lernen bedeutet, berufliche Abläufe auszuführen, zu üben und zunehmend auf neue Situationen zu übertragen. Dieses Lernprofil passt, wenn Erfahrungen am Arbeitsplatz das Verständnis fördern, ohne dass schulisches Lernen ausgeblendet wird.
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