Ein Lehrbetrieb in der Schweiz plant die betriebliche Ausbildung nach den Vorgaben des jeweiligen Lehrberufs. Der betriebliche Bildungsplan überträgt die vorgesehenen Handlungskompetenzen auf konkrete Aufgaben, Zeiträume und zuständige Personen. Berufsbildnerinnen und Berufsbildner im Betrieb erklären Arbeitsabläufe, führen in neue Tätigkeiten ein und kontrollieren die Ausführung. Die Begleitung richtet sich nach Erfahrung, Ausbildungsstand und möglichen Gefahren. Mit wachsenden Fähigkeiten übernehmen Lernende schrittweise selbstständigere Aufgaben. Die Praxis in der Lehre umfasst produktive Arbeit, muss aber stets dem Aufbau beruflicher Kompetenzen dienen. Wiederkehrende Hilfsarbeiten dürfen die vorgesehenen Lerninhalte nicht verdrängen. Regelmässige Rückmeldungen und Bildungsberichte zeigen, was bereits gelingt und wo weitere Übung nötig ist. Das Unternehmen stimmt seine Ausbildungsplanung mit Berufsfachschule und vorgeschriebenen Kursen ab. Es ermöglicht die Teilnahme an diesen Lernorten und berücksichtigt die entsprechenden Zeiten in der Einsatzplanung. Sichere Arbeitsbedingungen, passende Arbeitsmittel und erreichbare Ansprechpersonen gehören ebenfalls zur betrieblichen Bildung. Wenn vorgesehene Inhalte dauerhaft fehlen, sollten Lernende dies zuerst mit den verantwortlichen Berufsbildenden und bei Bedarf mit der kantonalen Berufsbildungsstelle klären.
Lehrbetrieb als Lernort der beruflichen Grundbildung in der Schweiz
Der Lehrbetrieb ist das Unternehmen, in dem Lernende den praktischen Teil ihrer beruflichen Grundbildung absolvieren. Er vermittelt berufliche Kompetenzen im Arbeitsalltag und verbindet angeleitete Übungen mit realen Aufträgen. Dafür benötigt das Unternehmen eine Ausbildungsbewilligung und geeignete Berufsbildende.
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