Zu den häufig gemeldeten Straftaten in Bolivien gehören Raub, Diebstahl, schwerer Raub, Betrug, Körperverletzung, häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt, sexuelle Gewalt, Menschenhandel, Fahrzeugdiebstahl und digitaler Betrug. Polizeiliche Aufzeichnungen für Januar bis November 2023 führten 17.402 Eigentumsdelikte, 12.629 Straftaten gegen Personen und 7.418 Wirtschafts- oder Finanzdelikte auf. In denselben Aufzeichnungen waren 7.829 Raubfälle, 4.678 Diebstähle und 3.636 Betrugsfälle enthalten. Diese Zahlen erfassen Anzeigen und sind kein vollständiges Maß der tatsächlichen Häufigkeit. In den Aufzeichnungen der Fiscalía für 2025 waren 46.247 Fälle nach Ley 348 enthalten, darunter 34.502 Fälle häuslicher oder familiärer Gewalt, 3.299 Fälle sexuellen Missbrauchs und 3.013 Vergewaltigungsfälle. Zu den praktischen Risiken gehören Taschendiebstahl an Sehenswürdigkeiten, auf Märkten, in Bussen, Busbahnhöfen und Menschenmengen; Raubüberfälle mit Taxis; Personen, die sich als Polizei ausgeben; Expressentführungen mit Abhebungen an Geldautomaten oder mit Karten; das Betäuben von Getränken und sexuelle Übergriffe in Clubs, Hostels oder bei Kontakten aus Dating-Apps; Immobilienbetrug; QR-Code- und WhatsApp-Datendiebstahl; Fahrzeugdiebstahl; sowie die Ausbeutung als unwissender Drogenkurier. Menschenhandels- und Vermisstenfälle erfordern umgehenden Kontakt mit Polizei oder Fiscalía. Reisehinweise nennen zusätzliche Risiken in Teilen von La Paz und El Alto, Santa Cruz, Cochabamba, Rurrenabaque, Chapare, Los Yungas, Uyuni, abgelegenen Gebieten, Verkehrsknotenpunkten und der Grenzzone zu Brasilien. In Chapare sind Polizeipräsenz begrenzt und Gewaltkriminalität mit Drogenhandel verbunden; dabei handelt es sich um dokumentierte Risikogebiete, nicht um eine Rangliste der landesweiten Häufigkeit. Rufe bei einem Notfall 110 an. Die FELCC bearbeitet allgemeine Strafanzeigen und Ermittlungen, die FELCV geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt, die DIPROVE Fahrzeugdiebstähle, die FELCN Drogendelikte, die División de Cibercrimen Computer-, Mobilfunk- und Netzwerkdelikte und die División Trata y Tráfico de Personas Menschenhandel und Vermisstenfälle. Die Fiscalía beziehungsweise das Ministerio Público bietet Orientierung, Anzeigenaufnahme und Nachverfolgung in Strafsachen. Die Fiscalía listet außerdem Kontaktwege für Callcenter wie VoIP, WebChat, WhatsApp, Telegram und einen virtuellen Vorschlagskasten auf; prüfe, ob sie vor Ort verfügbar sind. Nutze bestellte Funktaxis mit sichtbarem Firmennamen und Telefonnummer statt Taxis vom Straßenrand oder Sammeltaxis. Behalte Gepäck und Wertsachen bei dir, zeige kein Bargeld, keinen Schmuck und keine teuren Geräte offen, sei nach Einbruch der Dunkelheit und an Flughäfen, Busbahnhöfen und belebten Märkten besonders vorsichtig und leiste bei einem bewaffneten Raub keinen Widerstand. Befolge bei einer Entführung die Anweisungen der Entführer. Prüfe dein Gepäck selbst, trage niemals ein unbekanntes Paket und meide nicht gekennzeichnete Polizeifahrzeuge. Wenn Amtspersonen nach Ausweisen fragen, bitte um ihre Identifikation und eine rechtmäßige Begründung und führe eine Kopie deines Reisepasses und Einreisestempels mit. Für bestimmte Strecken, etwa Copacabana–La Paz, wird ein direkter Tagesbus empfohlen. Sichere nach einem digitalen Vorfall Beweise: Lösche, zerstöre oder verändere relevante Daten nicht und leite belastende Nachrichten nicht weiter. Bewahre Screenshots oder ausgedruckte Nachrichten, Zahlungsbelege, URLs und verdächtige Links auf und melde den Vorfall zeitnah bei der örtlichen FELCC oder División de Cibercrimen. Für La Paz ist die Nummer 72040947 als Kontakt von Cibercrimen aufgeführt; prüfe, ob sie noch aktuell ist. Opferhilfe verteilt sich auf mehrere Dienste. Die Dirección de Protección a Víctimas, Testigos y Miembros del Ministerio Público der Fiscalía bietet Schutz und Unterstützung. SIPPASE hilft bei der Suche nach Beratungs-, Betreuungs- und Schutzangeboten. Kommunale SLIM-Stellen unterstützen Frauen; DNA-Stellen schützen Kinder und Jugendliche und SEPDAVI bietet, wo verfügbar, rechtliche und verwandte Hilfe. Meldewege nach Ley 348 umfassen Polizei, Ministerio Público, SLIM, DNA, Defensoría del Pueblo, SIJP, SEPDAVI und gegebenenfalls indigene Behörden. Eine Frau kann selbst eine Gewalttat anzeigen; auch andere Personen können sie melden, wenn sie davon Kenntnis haben. Die DNA muss Meldungen über sexuelle Gewalt gegen Kinder oder Jugendliche entgegennehmen, unverzüglich das Ministerio Público benachrichtigen, Identität und Vertraulichkeit schützen und die Rechte des Kindes während des Verfahrens vertreten. Ein minderjähriges Opfer muss keine Privatklage einreichen, um sich aktiv zu beteiligen. Für Jugendliche gilt ein vom Erwachsenenverfahren getrennter Rechtsweg. Die Defensoría del Pueblo nimmt kostenlos schriftliche, mündliche oder webbasierte Beschwerden über Rechtsverletzungen entgegen. Sie verlangt Identitäts- und Kontaktdaten, nimmt keine anonymen Beschwerden an und ersetzt weder eine Strafanzeige noch Rechtsvertretung. Als Kontakt sind 800108004 und WhatsApp 72006607 angegeben. Eine Beschwerde bei der Defensoría unterbricht keine strafrechtlichen Fristen. Ein landesweit einheitliches Opferzentrum ist nicht belegt; kommunale und regionale Kapazitäten, Kontaktdaten und Reaktionszeiten unterscheiden sich. Polizei-, Fiscalía- und INE-Statistiken sind fragmentiert. Die neueste geprüfte nationale FELCC-Tabelle erfasst Januar bis November 2023; Aussagen zu Trends benötigen daher ein Datum und eine Quelle.
Kriminalität in Bolivien
Kriminalität in Bolivien umfasst Diebstahl, Raub, Betrug, Gewalt, Menschenhandel, digitale Straftaten und Risiken im Zusammenhang mit Verkehr, Nachtleben und belebten Orten. Melde Notfälle unter 110 und wende dich je nach Vorfall an die Policía Boliviana, FELCC, FELCV, Fiscalía oder eine andere spezialisierte Stelle. Risiken und institutionelle Kapazitäten unterscheiden sich regional; amtliche Statistiken werden von verschiedenen Institutionen getrennt erfasst.
VivAVia kann Fehler machen. Überprüfe wichtige Informationen.

