Der Katholizismus ist nach verfügbaren Schätzungen weiterhin die größte Religionszugehörigkeit und macht etwa 70 Prozent aus; danach folgen evangelisch-protestantische Gemeinschaften mit etwa 14,5 Prozent. Dieselbe Schätzung aus dem Jahr 2023 verzeichnete etwa 6,6 Prozent ohne Religion, 2,5 Prozent Siebenten-Tags-Adventisten, 1,2 Prozent Kirche Jesu Christi und 3,5 Prozent Angehörige anderer Gruppen. Bei diesen Zahlen handelt es sich um Schätzungen und nicht um aktuelle Volkszählungsergebnisse, da der Fragebogen der bolivianischen Volkszählung von 2024 keine Frage zur Religion enthielt. Mennonitische Gemeinschaften zählen etwa 70.000 Mitglieder, besonders in Santa Cruz; muslimische Gemeinschaften etwa 2.500 und jüdische Gemeinschaften etwa 180. Diese Zahlen beschreiben regionale und lokale Praxis nicht vollständig.
Religion in Bolivien
Religion in Bolivien umfasst katholische, evangelisch-protestantische und indigene spirituelle Gemeinschaften sowie kleinere muslimische, jüdische, mennonitische, Bahá’í-, Sikh-, buddhistische und andere Gruppen. Religiöse Praxis verbindet häufig kirchliche Bräuche mit indigenen Traditionen rund um Pachamama, wak'as, Apus und Achachilas. Bolivien schützt die individuelle und gemeinschaftliche Religions-, Glaubens-, Spiritualitäts- und Gottesdienstfreiheit. Formelle religiöse Organisationen durchlaufen ein nationales Anerkennungs- und Registrierungsverfahren.
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