Bolivien hat gesetzliche und private Versicherungssysteme. Die kurzfristige Sozialversicherung Seguro Social de Corto Plazo (SSCP) deckt Krankheit, Mutterschaft und berufliche Risiken für formal Beschäftigte über einen Ente Gestor de Salud ab. Arbeitgeber zahlen dafür 10 % des Total Ganado. Der Arbeitgeber meldet Unternehmen und Beschäftigte an; die zuständige Gesundheitseinrichtung bearbeitet Aufnahme und Leistungen. Die Aufsichtsbehörde Autoridad de Supervisión de la Seguridad Social de Corto Plazo (ASUSS) übt technische Aufsicht aus und kann nach einer einfachen Beschwerde die Aufnahme anordnen. Für eine Aufnahme bei CNS können beispielsweise die Formulare AVC-04 oder AVC-05, eine Geburtsurkunde, ein Identitätsausweis, ein Einkommensnachweis und eine arbeitsmedizinische Voruntersuchung oder die einschlägige Zahlung von Bs100 nötig sein. Arbeitgeberwechsel sollten innerhalb von mindestens fünf Tagen gemeldet werden; bei einer Abmeldung bei CNS wird AVC-07 verwendet.
Versicherungen in Bolivien
Versicherungen in Bolivien decken festgelegte Gesundheits-, Einkommens-, Sach-, Haftungs-, Fahrzeug- und Personenrisiken über gesetzliche Systeme oder private Verträge ab. Formal Beschäftigte werden im Allgemeinen in die kurzfristige Sozialversicherung und das Rentensystem aufgenommen; motorisierte Fahrzeuge benötigen SOAT und Bauarbeiten SOATC. Private Policen unterscheiden sich nach versichertem Risiko, Deckungssumme, Prämie, Selbstbehalt, Ausschlüssen und Vertragslaufzeit.
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