Eine Freundschaft ist eine freiwillige, persönliche und gegenseitige Verbindung, die durch wiederkehrenden Kontakt aufrechterhalten wird. In Guinea-Bissau gibt es dafür keine eigene staatliche Einrichtung, Genehmigung, Registrierung, Kündigungsfrist oder landesweite Gebührenregel. Freundschaften entstehen häufig in der Schule, in Jugend- oder Mädchengruppen, bei Gemeinschafts- und Religionsveranstaltungen sowie in lokalen sozialen Zusammenhängen. Eine lokale Dorfgemeinschaft (tabanca) bezeichnet ein lokales Dorf oder eine Gemeinschaft. Familien, Gemeinschaftsälteste, religiöse Führungspersonen, Schulen, Jugend- und Frauenverbände sowie zivilgesellschaftliche Organisationen können Begegnungen ermöglichen, bieten aber selbst keinen Freundschaftsdienst an. Ein Gemeinschaftsgespräch oder eine öffentliche Diskussion (djumbai) kann regelmäßig stattfinden. Je nach Gemeinschaft und Veranstalter finden solche Treffen regelmäßig, manchmal monatlich, statt und können den Austausch zwischen verschiedenen Altersgruppen fördern. Jugendgruppen wie ein Jugendverband (Associação de Jovens) oder Netzwerke wie das Nationale Netzwerk der Jugendverbände können soziale Kontakte und Austausch unter Gleichaltrigen ermöglichen. Das projektbezogene Mädchenhaus (Bantaba de Badjudas) ist je nach Projekt für Mädchen zwischen 12 und 19 Jahren gedacht und trifft sich wöchentlich oder zweimal pro Woche. Zugang und Teilnahme können daher von Alter, Geschlecht, Gemeinschaft und Projektanforderungen abhängen; die Teilnahme an einer Gruppe begründet nicht automatisch eine Freundschaft. Während einer Freundschaft bleibt der Kontakt in der Regel privat und freiwillig. Er wird üblicherweise durch persönlichen Kontakt und Interaktion in Gruppen aufrechterhalten. Es gibt keine verlässlichen offiziellen Nachweise zur landesweiten Nutzung von Mobiltelefonen oder sozialen Medien zur Pflege von Freundschaften. Die Online- und Präsenzplattform Na Nô Mon verbindet zivilgesellschaftliche Organisationen und ist kein Freundschaftsdienst. Konflikte können zunächst in einem Gespräch unter Gleichaltrigen angesprochen werden. Je nach Situation können auch eine Vertrauensperson, Älteste der tabanca, religiöse Führungspersonen oder ein weiteres djumbai infrage kommen. Das sind allgemeine Formen gemeinschaftlicher Unterstützung oder Vermittlung, keine besondere Freundschaftsstelle. Das CAJ bietet Mediation und Rechtsberatung an und kann bei Bedarf an weitere Rechtsbeistände vermitteln. Eine Freundschaft in Guinea-Bissau endet ohne formelle Kündigung, Meldeverfahren oder feste Frist. Das Ende wird sozial und privat vereinbart; allgemeine Regeln zu Privatsphäre, Würde, Gewaltverbot und Kinderschutz gelten dennoch. Bei Nötigung, Gewalt, Missbrauch oder Bedrohungen können Vertrauenspersonen, Gemeinschafts- oder Religionsführer, die Polizei, das IMC oder AMIC in dokumentierten Kinderschutzfällen sowie das CAJ einbezogen werden. Die Vereinigungsfreiheit ist verfassungsrechtlich geschützt, schafft aber keinen besonderen Anspruch auf Freundschaft und keine besonderen Pflichten zwischen Freunden. Formelle Vereinigungen können ihre Ziele ohne rechtswidrige Einmischung der Behörden verfolgen; ihre Auflösung richtet sich nach Gesetz oder Gerichtsentscheidung. Kosten, Häufigkeit und Dauer organisierter Gruppen hängen vom jeweiligen Projekt oder Verband ab. Besonders in ländlichen Gebieten können informelle Netzwerke eine größere Rolle für soziale Unterstützung spielen, weil formelle Schutz- und Sozialdienste dort begrenzter sind.
Freundschaft in Guinea-Bissau
Freundschaften in Guinea-Bissau entstehen und bestehen meist ungezwungen in wiederkehrenden sozialen Zusammenhängen wie Schulen, Jugend- und Mädchengruppen, Gemeinschaften und religiösen Veranstaltungen. Es gibt keine staatliche Freundschaftsstelle, Registrierung, Gebühr oder besondere einklagbare Leistung. Bei Konflikten können Gespräche unter Gleichaltrigen, Älteste, religiöse Führungspersonen oder djumbais helfen; Gewalt, Nötigung und Missbrauch sollten Schutz- oder Rechtsdiensten gemeldet werden.
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