Politik in Kamerun

Die Politik in Kamerun betrifft die Ausübung öffentlicher Gewalt und die Verfahren, durch die Menschen Vertreter wählen oder indirekt bestimmen. Dazu gehören die Verfassungsinstitutionen des Staates, die territoriale Verwaltung und die Amtssprachen sowie Wahlen zur Präsidentschaft, zum Parlament, zu kommunalen Gremien, zum Senat und zu den Regionalräten. Für das Verständnis des Themas muss zwischen der dauerhaften Struktur des Staates und den Wahlverfahren zur Besetzung öffentlicher Ämter unterschieden werden.

Staat

Kamerun ist nach der Verfassung von 1972, geändert 1996 und 2008, ein unteilbarer, säkularer, demokratischer und sozialer dezentralisierter Einheitsstaat. Er vereint nationale Institutionen und territoriale Staatsdienste mit Regionen und Gemeinden, die Rechtspersönlichkeit, gewählte Organe, eigene Haushalte sowie Verwaltungs- und Finanzautonomie besitzen. Der Präsident führt die Exekutive, das Parlament beschließt Gesetze und kontrolliert die Regierung, und der Oberste Gerichtshof ist das höchste staatliche Gericht. Englisch und Französisch sind die offiziellen Sprachen der staatlichen Kommunikation.

Wahlen

Bei Wahlen in Kamerun werden der Präsident, Mitglieder der Nationalversammlung und kommunale Vertreter gewählt; Senatoren und Mitglieder der Regionalräte werden mittelbar gewählt oder ernannt. Elections Cameroon (ELECAM) organisiert Wählerregistrierung, Abstimmungen und große Teile der Wahlverwaltung. Der Verfassungsrat prüft und verkündet Ergebnisse bei Präsidentschafts-, Parlaments- und Senatswahlen. Wahlberechtigt sind grundsätzlich kamerunische Staatsangehörige ab 20 Jahren, die im relevanten Gebiet wohnen oder anderweitig gesetzlich damit verbunden sind und im Wählerverzeichnis stehen.

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