In der Republik Türkei lebt eine muslimische Mehrheit, deren religiöse Praxis vielfältige Formen und Ausprägungen hat. Sunnitische Traditionen sind weit verbreitet. Alevitische Gemeinschaften haben eigene Glaubensvorstellungen, Zeremonien, Musik und Gemeinschaftsräume. Menschen können außerdem säkular, nicht praktizierend, agnostisch, atheistisch, christlich, jüdisch oder Angehörige anderer Religionen sein. Moscheen sind häufig Orte des Gebets und des Gemeinschaftslebens. Der Gebetsruf, die täglichen Gebete, das Freitagsgebet, das Studium des Korans, Wohltätigkeit und Predigten sind für viele Muslime vertraute Bestandteile religiöser Kultur. Doch nicht alle Muslime praktizieren alles auf dieselbe Weise. Das Präsidium für Religionsangelegenheiten, allgemein Diyanet genannt, ist eine bedeutende öffentliche Einrichtung, die mit Moscheediensten und religiöser Beratung verbunden ist. Es beschreibt weder jeden einzelnen Muslim noch jede Religionsgemeinschaft des Landes. Ramadan ist für viele Muslime ein Monat des Fastens, Betens, der gemeinsamen Mahlzeiten und der Wohltätigkeit. Die abendliche Mahlzeit zum Ende des täglichen Fastens heißt iftar, die Mahlzeit vor der Morgendämmerung sahur. Manche Menschen fasten nicht; dieser Unterschied ist als persönlich zu respektieren. Bayram kann wichtige religiöse Feiertage bezeichnen. Sie werden oft mit Besuchen, Grüßen, Süßigkeiten, gemeinsamen Mahlzeiten und Achtung gegenüber älteren Angehörigen begangen. Die Einzelheiten unterscheiden sich zwischen Religionsgemeinschaften, Familien, Arbeitsplätzen und Regionen. Alevitische Gemeinschaften können sich in einem cemevi versammeln und cem-Zeremonien abhalten. Diese unterscheiden sich von den auf Moscheen ausgerichteten Praktiken, die aus dem sunnitischen Islam bekannt sind. Begriffe und Identität können persönlich sein und sollten nicht auf eine einfache Bezeichnung reduziert werden. Christliche und jüdische Gemeinschaften haben in der Region eine lange Geschichte. An manchen Orten gibt es Kirchen, Synagogen, Schulen, Wohltätigkeitsorganisationen und kulturelle Einrichtungen. Ihre Präsenz ist Teil der historischen und lebendigen Vielfalt des Landes. Religion kann Zugehörigkeit, Unterstützung, moralische Orientierung und wohltätiges Handeln ermöglichen, zugleich aber ein sensibles Thema sein. Schließen Sie niemals von Name, Kleidung, Herkunftsregion oder familiärem Hintergrund auf den Glauben, die religiöse Praxis, Ernährungsregeln oder politische Ansichten einer Person.
Religion in der Republik Türkei
Die Religion in der Republik Türkei ist vor allem durch den Islam geprägt. Im Land leben zugleich Aleviten, Christen, Juden, Angehörige anderer Religionen und nichtreligiöse Menschen. Religiöses Leben zeigt sich in Gottesdiensten, Feiertagen, Familienbräuchen, Essen, Kleidung, Wohltätigkeit und öffentlichen Einrichtungen, doch die Praxis ist sehr unterschiedlich. Die Republik ist als säkularer Staat organisiert; persönlicher Glaube und öffentliches Handeln sind daher nicht dasselbe.
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