Die Arbeitskräfteerhebung ermittelte für 2025 eine Arbeitslosenquote von 33,5 %, gegenüber 35,4 % im Jahr 2023 und 33,3 % im Jahr 2021. Bei der Messung 2021 wurden 121.051 Arbeitslose ab 15 Jahren gezählt. Die Quoten unterschieden sich nach Gruppe und Region: 59,1 % bei den 20- bis 24-Jährigen, 54,5 % bei den 15- bis 19-Jährigen, 33,9 % bei Frauen, 32,7 % bei Männern, 39,9 % in Manzini, 30,5 % in Hhohho, 30 % in Shiselweni und 26,3 % in Lubombo. Weitere 37.859 Personen waren entmutigte Arbeitssuchende und 93.902 waren arbeitsfähig, hatten aber vor Kurzem nicht gesucht. Werden diese Personen zur potenziellen Erwerbsbevölkerung gerechnet, steigt die kombinierte Kennzahl auf 47,1 %. Nichtlandwirtschaftliche informelle Beschäftigung machte 85,8 % aus. Das begrenzt den Zugang zu formellem Beschäftigungsschutz und beitragsfinanzierten Systemen. Das Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit führt die Arbeitsmarktpolitik. Das Department of National Employment Services bietet Beschäftigungsförderung, Stelleninformationen, Kompetenzentwicklung, Berufsbildung und Rehabilitation, Arbeitsprobenprüfungen, Berufsausbildungen, Schulungs- und Lokalisierungsdienste sowie Arbeitsmarktstatistiken. Das Labour Market Information System (LMIS) soll eine zentrale Plattform für Arbeitsmarktinformationen und Stellenvermittlung bereitstellen; ein aktueller Livezugang wurde jedoch nicht bestätigt. Es gibt keine verlässlichen offiziellen Informationen zu einer allgemeinen Registrierungspflicht, Servicegebühr oder Frist für die Nutzung dieser Angebote. Ebenso wurde keine verpflichtende nationale Arbeitslosenregistrierung oder Beratung vor der Registrierung festgestellt. Es gibt keine bestätigte aktuelle gesetzliche nationale Arbeitslosenleistung mit veröffentlichten Anspruchsvoraussetzungen, Beträgen, Bezugsdauer, Wartezeit, Beiträgen oder Beschwerdefristen. ENPF bietet Alters- und Erwerbsunfähigkeitssparen und keine Arbeitslosenleistung. Der Public Service Pension Fund ist derzeit kein Anbieter von Arbeitslosenleistungen. Bestehende Sozialversicherungsleistungen betreffen hauptsächlich Alter, Invalidität, Tod und Arbeitsunfälle. Ein Vorschlag für einen Arbeitslosenfonds aus dem Jahr 2023 ist kein geltendes Recht. Er sah eine Absicherung des formellen Sektors vor, schloss informell Beschäftigte und Selbstständige aus und setzte zwölf Beitragsmonate innerhalb der vorangegangenen 18 Monate voraus. Vorgesehen waren eine Wartezeit von sieben Tagen, Leistungen von bis zu sechs Monaten, mindestens 50 % des durchschnittlichen Einkommens, höchstens E15.000 monatlich und Gesamtbeiträge von etwa 3,75 % bei einer monatlichen Beitragsobergrenze von E30.000. Diese Entwurfswerte begründen keinen gegenwärtigen Anspruch und keine Zahlungspflicht. Wenn Arbeitslosigkeit auf einen vom Arbeitgeber verursachten Arbeitsplatzverlust folgt, können der Employment Act 1980 und einschlägige Branchenregeln finanzielle oder verfahrensrechtliche Ansprüche vorsehen. Entlassung aus betrieblichen Gründen umfasst Arbeitsplatzverlust wegen Umständen wie Betriebsschließung, Modernisierung, Mechanisierung, finanziellen oder Absatzproblemen, Auftrags- oder Materialmangel oder Geschäftsrückgang. Beschäftigte mit mindestens einem Jahr ununterbrochener Betriebszugehörigkeit können vorbehaltlich gesetzlicher Ausnahmen Anspruch auf eine Abfindung von zehn Arbeitstagen Lohn pro abgeschlossenem Jahr haben. Kündigungsfristen hängen von Gesetz und Vertrag ab. Nach der Probezeit erhalten Beschäftigte mit Monatslohn grundsätzlich mindestens einen Monat und Beschäftigte mit zweiwöchentlicher Zahlung mindestens 14 Tage Kündigungsfrist. Sektorale Lohnverordnungen können zusätzliche Regeln für vorübergehende Entlassungen enthalten. Beispielsweise erlaubte eine Lohnverordnung von 2024 bei Materialmangel eine Ankündigungsfrist von 24 Stunden und begrenzte unbezahlte Entlassung auf 15 Arbeitstage; bei einer vorübergehenden Unterbrechung oder einer anderen externen Ursache waren es 30 Arbeitstage. Danach muss die Arbeit wieder aufgenommen oder das Arbeitsverhältnis nach dem Employment Act beendet werden. Dieses Beispiel gilt nicht automatisch für alle Branchen. Bei mindestens fünf geplanten Entlassungen aus betrieblichen Gründen muss der Arbeitgeber dem Labour Commissioner und gegebenenfalls der Tariforganisation im Allgemeinen mindestens einen Monat vorher schriftlich Bescheid geben. Die Mitteilung sollte Zahl der betroffenen Beschäftigten, Berufe und Löhne, Gründe, geplantes Wirksamkeitsdatum sowie relevante Finanz- oder Alternativinformationen enthalten. Eine Kündigung darf nicht ungerechtfertigt sein. Das Department of Labour kann eingreifen; CMAC und das Industrial Court bearbeiten Streitigkeiten nach Sachverhalt und anwendbarem Verfahren. Ein historischer COVID-19 Layoff Relief Fund unterstützte bis 2021 23.040 Beschäftigte aus 155 Unternehmen mit E25 Millionen. Dabei handelte es sich um eine Krisenmaßnahme, nicht um eine fortlaufende Arbeitslosenleistung. Für den Wiedereinstieg in Arbeit ist das Department of National Employment Services der wichtigste öffentliche Weg zu Stellenvermittlung, Berufsbildung, Arbeitsprobenprüfungen, Berufsausbildungen und Rehabilitation für Menschen mit Behinderung. Der Zugang kann durch Transport, ländliche Anbindung oder digitale Zugangsmöglichkeiten erschwert sein. Wer eine formelle Beschäftigung verlässt, sollte Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen, Kündigungs- oder Entlassungsmitteilung, Abfindungsberechnung und Streitunterlagen aufbewahren und bei Zweifeln zu Arbeitgeberpflichten das Department of Labour oder den Labour Commissioner um Klärung bitten.
Arbeitslosigkeit in Eswatini
In Eswatini bedeutet Arbeitslosigkeit, keine Arbeit zu haben, arbeitsfähig zu sein und vor Kurzem aktiv nach Arbeit gesucht zu haben. Die Arbeitskräfteerhebung 2025 ermittelte eine Arbeitslosenquote von 33,5 %; 47,1 % waren arbeitslos oder gehörten zur potenziellen Erwerbsbevölkerung. Eswatini verfügt über kein bestätigtes aktuelles nationales System der Arbeitslosenversicherung oder Arbeitslosenleistungen. Einkommensschutz hängt daher vor allem von arbeitsrechtlichen Ansprüchen, Vermittlung, Qualifizierungswegen sowie persönlichen oder familiären Mitteln ab.
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