Die wichtigste Straßenverbindung führt von Ngwenya über Mbabane, Manzini und Matsapha in Richtung Lomahasha. Mit MR gekennzeichnete Straßen sind Hauptstraßen, D-Straßen sind Bezirksstraßen; manche ländlichen D-Straßen sind Schotter- oder Ganzjahresstraßen. Das Roads Department verwaltet die Straßeninfrastruktur über vier Instandhaltungsbezirke. Besonders dicht ist der Verkehr auf der MR3 zwischen Mbabane und Manzini. In ländlichen Gebieten sind Fußwege und Straßenbedingungen wichtiger. Der öffentliche Verkehr ist etabliert und weit verbreitet. Busse, Kombis oder Minibusse und Midibusse verkehren nach Fahrplan oder nachfrageabhängig. Eine planmäßige Verbindung folgt einer veröffentlichten Route und einem Fahrplan; eine nicht planmäßige Verbindung fährt ab, wenn Fahrgäste oder sonstige Nachfrage vorhanden sind. Fahrgäste nutzen üblicherweise Haltestellen und Abfahrtsplätze, sogenannte ranks. Das Road Transportation Board (RTB) und das Road Transportation Department (RTD) regulieren den Verkehr mit Genehmigungen, die im Fahrzeug mitgeführt werden müssen. Private Taxis sind eine weitere gewerbliche Möglichkeit. Abfahrtszeiten und Fahrpreise können je nach Verbindung und Ort variieren; ein verifizierter landesweiter Fahrplan mit einheitlichen Intervallen liegt nicht vor. Die amtlich veröffentlichten Busfahrpreise für 2020 betrugen E7,70 für Fahrten bis 8 km, E0,66 je Kilometer für Fahrten über 8 km bis 50 km und E0,63 je Kilometer für Fahrten über 50 km. Eine Fahrpreisanpassung wurde 2022 vom Parlament verabschiedet. Der für eine bestimmte Fahrt geltende Tarif sollte daher anhand des neuesten Gazette oder am jeweiligen Abfahrtsplatz bestätigt werden. Diese Angaben belegen nicht den aktuellen Preis für jedes Fahrzeug oder jede Fahrt. Wer selbst fährt, benötigt eine Lernfahrerlaubnis, eine nach einer RTD-Prüfung erworbene Fahrerlaubnis und ein zugelassenes Fahrzeug, das den Anforderungen an die Verkehrstauglichkeit entspricht. Für Berufskraftfahrer gilt eine PrDP, eine Berufskraftfahrerlaubnis (Professional Driving Permit), die den K53-Fahrlehrplan verwendet. Die Fahrzeugregistrierung wird digital vom Eswatini Revenue Service (ERS) bearbeitet; die Zulassungsbescheinigung wird sofort ausgestellt. Die Verlängerung erfolgt rollierend statt in vier festen Quartalszeiträumen. Bei einem Eigentümerwechsel ist eine Verkehrstauglichkeitsprüfung erforderlich. Fahrzeuge des öffentlichen Dienstes benötigen mindestens alle sechs Monate ein Certificate of Fitness. Die aktuellen staatlichen Gebühren variieren und konnten in der verfügbaren Recherche nicht vollständig bestätigt werden. In Eswatini herrscht Linksverkehr. Fahrende müssen die vorgeschriebene oder ausgeschilderte Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten. Mobiltelefone und andere Kommunikationsgeräte dürfen während der Fahrt nur mit Freisprecheinrichtung verwendet werden. Kraftfahrzeuge müssen zugelassen und lizenziert sein; die entgeltliche Beförderung von Fahrgästen in einem Güterfahrzeug ist verboten. Das RTD-Inspektorat und der Royal Eswatini Police Service setzen Verkehrs- und Straßenregeln durch. Die Verkehrssicherheit bleibt ein ernstes Problem: Von April bis Dezember 2024 gab es im Land 141 tödliche Unfälle und 545 Unfälle mit schweren Verletzungen. Im gleichen Zeitraum 2023 waren es 180 tödliche Unfälle und 557 Unfälle mit schweren Verletzungen. Fußgänger sind besonders auf stark befahrenen Abschnitten der MR3 und MR8 gefährdet. 2024 beschlagnahmten die Behörden außerdem 674 streunende Tiere im Straßennetz. Eswatini Railways betreibt etwa 301 km Schienenstrecke und ist rund um die Uhr in Betrieb. Die Bahn befördert vor allem Güter wie Erdölprodukte, Weizen, Kohle, Zement, Zucker, Fahrzeuge, Ethanol und Container. Das Matsapha Inland Container Depot and Dry Port verbindet Frachtverkehr mit Maputo und Matola in Mosambik, Richards Bay und Durban in Südafrika sowie Märkten in der weiteren SADC-Region und der Demokratischen Republik Kongo. Typische Transitzeiten betragen etwa einen Tag nach Maputo, zwei Tage nach Richards Bay und drei Tage nach Durban. Einen verlässlichen täglichen Personenverkehr zwischen Städten gibt es auf der Schiene nicht. Gelegentlich verkehren Touristen- oder Personenzüge, doch für alltägliche private Reisen ist die Bahn von geringer Bedeutung. Das 146 km lange Projekt Lothair–Sidvokodvo soll die Frachtkapazität erweitern und umfasst Umsiedlungen. Der King Mswati III International Airport in Sikhuphe ist der wichtigste Luftverkehrsknoten. Eswatini Air bietet Direktflüge nach Johannesburg, Kapstadt, Durban und Harare an. Veröffentlichte einfache Flugpreise einschließlich Steuern betrugen SZL 1.300 nach Johannesburg oder Durban, SZL 2.100 nach Kapstadt und SZL 2.200 nach Harare. Ein Flughafentransfer kann kostenlos sein oder je nach Verfügbarkeit im Voraus organisiert werden. Straßenverbindungen führen nach Südafrika und Mosambik. Die Öffnungszeiten unterscheiden sich je nach Grenzübergang: Ngwenya ist von 07:00 bis 24:00 Uhr geöffnet, Lavumisa und Mahamba von 07:00 bis 22:00 Uhr, Matsamo von 07:00 bis 20:00 Uhr, Mananga von 07:00 bis 18:00 Uhr, Sandlane von 08:00 bis 18:00 Uhr, Mhlumeni rund um die Uhr, Lomahasha von 07:00 bis 20:00 Uhr, Sicunusa und Nsalitje von 08:00 bis 18:00 Uhr sowie Bulembu, Lundzi und Gege von 08:00 bis 16:00 Uhr. Bei grenzüberschreitenden Fahrten können je nach Fahrzeug und Zweck Reisedokumente, Zollabfertigung, Straßengenehmigungen oder eine COMESA-Beförderungslizenz erforderlich sein. Zu Fuß zu gehen ist üblich und kann insbesondere dort weite Strecken bedeuten, wo öffentlicher Verkehr oder befestigte Straßen fehlen. Radfahren ist örtlich möglich, doch ein verifiziertes landesweites Radwegenetz oder Fahrradverleihsystem gibt es nicht. Die Politik Eswatinis unterstützt nicht motorisierten Verkehr, autofreie Zonen, Radwege und öffentlichen Massenverkehr; eine landesweite Umsetzung ist jedoch nicht dokumentiert. Der Verkehr macht etwa 35 % des gesamten Endenergieverbrauchs aus, flüssige Kraftstoffe dominieren weiterhin. Zu den politischen Maßnahmen zählen Kraftstoffeffizienzstandards, jährliche Fahrzeugprüfungen, spritsparendes Fahren, eine stärkere Nutzung von Bussen und Massenverkehr, Fuß- und Radverkehr sowie Hybrid- oder Elektrofahrzeuge. Das Regierungsprogramm 2026–2028 umfasst eine Neugestaltung des öffentlichen Verkehrs sowie Pilotprojekte mit Elektroautos und Elektrobussen. Das nationale Emissionsminderungsziel für 2035 gilt für die gesamte Wirtschaft und nicht allein für den Verkehr.
Verkehr in Eswatini
Der Verkehr in Eswatini nutzt vor allem Straßen. Busse, Kombis oder Minibusse, Midibusse und Taxis übernehmen den täglichen Personenverkehr. Das Straßennetz umfasst etwa 1.500 km Hauptstraßen, etwa 2.268,64 km Bezirksstraßen und etwa 1.948 km befestigte Straßen. Die Bahn ist für den Güterverkehr bedeutend, während der King Mswati III International Airport Eswatini mit ausgewählten regionalen Zielen verbindet.
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