Das politische System Vanuatus beruht auf seiner Verfassung, die auch Mama Law (Muttergesetz) genannt wird. Öffentliche Gewalt wird durch den Präsidenten, das Parlament, den Premierminister und den Ministerrat, die Gerichte, die öffentliche Verwaltung, Provinz- und Kommunalbehörden sowie Gewohnheitsinstitutionen ausgeübt. Diese Organe haben nicht alle dieselbe Rolle: Nationale Institutionen regieren auf Landesebene, während Provinz- und Kommunalorgane öffentliche Aufgaben näher an den örtlichen Gemeinschaften erfüllen. Vanuatu hat sechs Provinzen, 71 Area Councils (Gebietsverwaltungen) und drei Gemeinden. Wahlen bestimmen Vertreter für das Parlament, die Provinzregierungsräte und die Gemeinderäte. Das Parlament hat 52 Sitze in 18 Wahlkreisen, und die Wähler geben ihre Stimme bei Kandidatenwahlen jeweils einem Kandidaten; die genauen Regeln unterscheiden sich zwischen Einpersonen- und Mehrpersonenwahlkreisen. Der Präsident und die Führung des Malvatumauri werden indirekt bestimmt und nicht durch eine landesweite Direktwahl des Präsidenten. Verfassungsfragen können auch einem Referendum vorgelegt werden. Um die Politik Vanuatus zu verstehen, muss man daher zwischen den Institutionen unterscheiden, die Staatsgewalt ausüben, und den Wahlverfahren, durch die Vertreter bestimmt oder Verfassungsfragen entschieden werden.
Politik in Vanuatu
Die Politik in Vanuatu ist als demokratische Republik mit Verfassung und gewählten Vertretungskörperschaften organisiert. Das System verbindet nationale Institutionen mit Provinz-, Kommunal- und Gewohnheitsinstitutionen auf dem Archipel. Staatliche Zuständigkeiten und Wahlen hängen eng zusammen, betreffen aber unterschiedliche Fragen: Staatliche Institutionen üben öffentliche Gewalt aus, während Wahlen Vertreter für mehrere Regierungsebenen bestimmen.
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